Internationale Projekte bergen Gefahren
Maschinenbauer verdienen trotz hoher Marktanteile wenig

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer stehen nicht schlecht da. Etliche Unternehmen haben sich führende Positionen im weltweiten Wettbewerb erkämpft: Voith Paper im Papiermaschinenbau, Heidelberger, MAN Roland und Koenig & Bauer bei Druckmaschinen, Dürr und Eisenmann bei Lackieranlagen, SMS Demag in der Hüttentechnik und Siemens Power Generation im Turbinenbau.

HB DÜSSELDORF. Und in anderen Teilbranchen sind deutsche Unternehmen zumindest unter den besten fünf bis zehn positioniert: Siemens PTD in der Stromübertragungstechnik, Linde Engineering bei Chemieanlagen, Trumpf bei Werkzeugmaschinen und KSB bei Pumpen.

Grafik zum weltweiten Maschinenbau

In den vergangenen fünf bis sieben Jahren haben einige starke Unternehmen die Konsolidierung in ihren Märkten aktiv vorangetrieben und dabei teils noch nachhaltig organisch wachsen können. Eine internationale Analyse der Unternehmensberatung A.T. Kearney zeigt jedoch, dass sich die Teil-Märkte des Maschinen- und Anlagenbaus in sehr unterschiedlichen Phasen der Konsolidierung befinden.

Bei den Herstellern von Neumaschinen für die Papierindustrie etwa liegt der Marktanteil der beiden Weltmarktführer Voith Paper aus Deutschland und Metso aus Finnland zwischen 70 und 80 Prozent. Und bei Großinvestitionen in Stahlwerksausrüstungen kommen SMS Demag aus Deutschland, Voest-Alpine aus Österreich und Danieli aus Italien zusammen auf etwa 50 Prozent Weltmarktanteil. Im Gegensatz dazu steht die riesige Branche der Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen erst am Anfang ihrer Konsolidierung: Das führende Unternehmen, US Gigant Carrier, verfügt erst über einen Weltmarktanteil von unter 10 Prozent.

Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre Kosten erheblich gesenkt oder sich komplett restrukturiert, sind in neue Märkte vorgestoßen und haben Lieferanten in Niedriglohnländern entwickelt. Trotzdem zeigt die Analyse von A.T. Kearney, dass es auch den führenden Unternehmen der Teilbranchen kaum gelungen ist, ihre starke Wettbewerbsposition in nachhaltiges Wachstum zu überführen.

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