Internationaliserung
Ferrostaal soll MAN den Weg bahnen

Der MAN-Konzern will stärker als bisher auf das internationale Netzwerk seiner Tochter MAN Ferrostaal zurückgreifen und so die Internationalisierung vorantreiben.

HB ESSEN. Mit ihren weltweiten Kontakten in 60 Ländern soll die Essener MAN-Tochter der Münchner Konzernmutter den Weg bahnen. Derzeit seien ganze Bereiche auf der Landkarte etwa in Südamerika oder Asien für den Konzern noch weitgehend „weiße Flecken“, sagte MAN Ferrostaal-Chef Matthias Mitscherlich am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Essen. Eine Ausnahme bilde lediglich Ferrostaal.

So sei geplant, das Geschäft mit Produkten aus anderen MAN- Teilkonzernen wie etwa Nutzfahrzeugen von derzeit 300 Mill. Euro pro Jahr auf über eine Milliarde Euro bis zum Jahr 2010 mehr als zu verdreifachen.

„MAN will vom Export orientierten Unternehmen zunehmend zu einem internationalen Unternehmen werden. Dabei versucht man, die Kenntnisse von Ferrostaal zu nutzen“, sagte Mitscherlich. Innerhalb des Münchner Konzerns werde Ferrostaal künftig die Funktion einer Vertriebs- und Serviceplattform übernehmen. Dazu gehöre auch der Aufbau neuer MAN-Vertretungen unter anderem in Peking, Dubai und Teheran unter der Regie der Essener.

Durch den Verkauf weiterer Aktivitäten werde Ferrostaal seine Konzentration auf das Kerngeschäft fortsetzen und sich auf das Geschäft mit Großanlagen, Schiffbau und Gegengeschäften sowie auf das Service- und Logistikgeschäft mit Maschinen und Stahlhandel konzentrieren. Die Mitarbeiterzahl werde sich dadurch von derzeit knapp 4800 auf rund 4000 weiter reduzieren.

Für das laufende Jahr rechne Ferrostaal mit einem operativen Ergebnis von „deutlich über 100 Mill. Euro“, kündigte Mitscherlich an. „Damit werden wir das beste Ergebnis der Firmengeschichte erzielen“, sagte er. Im vergangenen Jahr hatte Ferrostaal das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 18 Mill. Euro auf 90 Mill. Euro gesteigert.

Vor allem als Folge der niedrigen Stahlpreise seien Umsätze und Auftragseingänge des Unternehmens um jeweils 400 Mill. Euro auf 2,8 Mrd. beziehungsweise 3,1 Mrd. Euro zurückgegenagen. Für das laufende Jahr werde mit weiteren Rückgängen gerechnet. Hintergrund sei vor allem, dass etwa beim Stahlhandel künftig zunehmend nur noch die erzielte Provision in die Geschäftszahlen einbezogen werde.

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