Industrie
Internet-Glücksspiele und Lotterien setzen Spielautomatenbranche zu

Den Betreibern von Spielautomaten in Kneipen und Gaststätten macht wachsende Konkurrenz von Internet-Glücksspielen, Lotterien und staatlichen Spielbanken zu schaffen.

dpa-afx BERLIN. Den Betreibern von Spielautomaten in Kneipen und Gaststätten macht wachsende Konkurrenz von Internet-Glücksspielen, Lotterien und staatlichen Spielbanken zu schaffen. "Es gibt einen zunehmenden Wettbewerb um die Spielergunst", sagte Karl Besse, Präsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer, der dpa. "Die Umsätze sind seit 2001 rückläufig."

Im vergangenen Jahr lag der Erlös der Branche mit bundesweit rund 200 000 Geldgewinnspielgeräten noch bei 3,2 Mrd. Euro. "Das Erreichen einer solchen Zahl in diesem Jahr wäre wünschenswert. Aber wir rechnen mit weiteren Rückgängen."

Benachteiligung Durch Spielcasinos

"Wenn zehn Mill. Euro im Lotto-Jackpot sind, gehen weniger Menschen zu unseren Automaten", sagte Besse. Zudem kämen bei den Lottoanbietern immer neue Spielvarianten auf den Markt. Auch Angebote im Internet erfreuten sich zunehmender Beliebtheit und belasteten die Automaten-Branche.

Benachteiligt sehen sich die Anbieter im Konkurrenzkampf mit den inzwischen mehr als 80 Spielcasinos, von denen die Bundesländer und Kommunen profitierten, wie Beese sagte. Während Spielbanken unter das relativ freie Glücksspielrecht fielen, sei für Automaten das stärker reglementierende gewerbliche Spielrecht zuständig. Ein Spiel am Automaten koste 20 Cent. Die Geräte müssten so eingestellt sein, dass ein Spieler im Schnitt nicht mehr als 29 Euro pro Stunde verlieren könne. Zugleich müsse garantiert sein, dass der Spieler mindestens 60 Prozent seines Einsatzes als Gewinn erhält. Dagegen seien bei Spielbanken Gewinn- und Verlustmargen unbegrenzt.

Positiv sei dagegen eine rückläufige Tendenz bei Aufbrüchen oder Manipulationen der Automaten. Angaben zu entstandenen Schäden würden nicht ermittelt, sagte Besse. Die Zahl der gemeldeten Delikte an Spielautomaten sei 2004 im Vergleich zu 2003 aber spürbar gesunken.

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