Die Nutzer hinterlassen dabei interessante Spuren. "Wir ziehen sehr stark Informationen aus den Kommentaren im Internet", sagt Manager Stamminger. So werten die Franken genau aus, wie sich ihre Kunden über die Werbung und die Produkte äußern. Die Marketing-Spezialisten messen, von wo aus sich die Menschen zu Wort melden und welche Sprache sie sprechen.
Allerdings hat das Internet auch seine Tücken. "Firmen sollten sich sehr genau überlegen, welche sozialen Netze sie nutzen wollen", mahnt Robert Wauer. Dessen Firma Azionare überwacht für Kunden mit spezieller Software die sozialen Netze, Blogs und Webseiten. Die Experten schlagen Alarm, sollte zum Beispiel übermäßige Kritik an einzelnen Produkten laut werden. Facebook etwa spreche eine ganz andere Klientel als das Business-Netzwerk Xing. Viele Unternehmen seien noch sehr unsicher: "Die Chefs wollen auf den Zug aufspringen, wissen aber nicht so recht, wo sie einsteigen sollen", sagt Wauer.
Nur eins wird sich nach Ansicht aller Experten auch in den nächsten Jahren nicht verändern. Sponsoring-Deals mit wichtigen Clubs und Stars sind in der Sportbranche wichtig wie eh und je. Allerdings laufen die Spots mit den Athleten jetzt nicht mehr in den Werbepausen der Sportschau, sondern rund um die Uhr auf Youtube.
@becker_1234: Das macht ja nichts. Von den Jungen liest eh niemand mehr die deutschen Medien...
Wie "Chefs" Social Media angehen können, liest man hier: http://t.co/b0dH1jP und http://t.co/Ceu0eJP
Jetzt trägt Adidas also seine Werbegelder nach Amerika (facebook, youtube). Vermutlich glaubt man in Herzogenaurach, dass Deutsche Medien auch künftig deren Produkte noch ganz toll finden werden (weil sie das ja in der Vergangenheit getan haben) und ihre redaktionellen Teile damit füllen. insbesondere die Printverlag und die angeschlossenen Redaktionen, so glaubt man wohl, werden immer noch ganz heiß darauf sind, kostenlose PR zu machen. Wer das glaubt, hält die Erde für eine Scheibe und Verleger für uneigennützige Wohltäter.
2 Kommentare
Alle Kommentare lesen