Interview
BP-Manager will keine Benzinpreisbremse

BP Europa SE will keine Markttransparenzstelle für den Ölhandel. Auch eine Abkopplung vom Weltmarkt mit einer Benzinpreisbremse hält das Unternehmen weder für nötig noch für machbar.
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DüsseldorfDer Chef der BP Europa SE, Michael Schmidt, widerspricht Forderungen nach einer Benzinpreisbremse. „Wie soll das funktionieren?“ fragt Schmidt im Handelsblatt-Interview. „Derartige Forderungen suggerieren doch nur, dass wir uns in Deutschland von der Entwicklung auf dem Weltmarkt abkoppeln können. Können wir aber nicht.“

Solche Maßnahmen erzielten auch nicht die erhoffte preissenkende Wirkung. Ähnlich sehe es bei der angedachten Markttransparenzstelle aus. „Die tägliche Lieferung der Preis- und Mengendaten und deren Auswertung würden einen unverhältnismäßig hohen Aufwand ohne erkennbaren Nutzen bedeuten“, sagt Schmidt.

Das Umfeld, in dem die europäische Tochter des britischen Ölmultis BP arbeitet, bleibe unverändert schwierig. Die Nachfrage nach Kraftstoffen gehe weiter zurück. „Bis 2030 erwarten wir einen um 30 bis 40 Prozent geringeren Benzinverbrauch in Deutschland“, sagt Schmidt. Dies trage mit dazu bei, dass sich das Raffineriesterben in Europa fortsetzen werde.

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