Interview in der "Berliner Zeitung"
IG Metall will Siemens-Sparpläne blockieren

Die IG Metall will längere Arbeitszeiten bei Siemens nicht akzeptieren.

HB MÜNCHEN. Es werde weder eine Verlagerung von Jobs ins Ausland akzeptiert noch die 40-Stunden-Woche, sagte die Sprecherin des IG-Metall-Vorstands, Martina Helmerich, der „Berliner Zeitung“.

Im Tagesverlauf will die Konzernleitung die Belegschaftsvertreter im Wirtschaftsausschuss des Unternehmens über Einsparvorschläge informieren. Mit Entscheidungen werde allerdings nicht gerechnet, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur dpa. „Das ist ein Beratungstermin.“ Arbeitsgruppen sollen im Anschluss an die Gespräche im Wirtschaftsausschuss des Unternehmens Verhandlungen über Lösungsmöglichkeiten aufnehmen. „Das wird einige Wochen dauern.“ Erst dann würden konkrete Maßnahmen beschlossen. Weitere Details wollte er mit Verweis auf die laufenden Gespräche nicht nennen.

Der Siemens-Beauftragte der IG Metall, Wolfgang Müller, sagte der „Berliner Zeitung“ jedoch: „Fest steht, dass wir die Forderungen der Konzernspitze nicht akzeptieren können. Wir können den Mitarbeitern nicht einen Teil ihres Geldes wegnehmen und in ein paar Jahren stehen ihre Jobs wieder zur Disposition.“ Er befürchte, dass es „künftig noch schlimmer kommt“. Siemens wolle die Fertigung dort konzentrieren, wo die Märkte in der Nähe und die Fertigungskosten am günstigsten seien. „Wenn Siemens das durchsetzt, wäre unter anderem die Hälfte aller Arbeitsplätze in der Softwareentwicklung bedroht“, sagte Müller.

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