Interview mit Anand Mahindra
„Indische Manager sind besser“

Anand Mahindra ist Chef der Mahindra-Gruppe, einem der erfolgreichsten Unternehmen Indiens. Ihr Geld macht die Firma mit Traktoren und Geländewagen. Im Interview mit Handelsblatt.com erläutert Mahindra, wie er Landrover übertreffen will, warum Inder bessere Manager sind als Chinesen, wieso er Konglomerate liebt und was er mit zwei gerade gekauften deutschen Traditionsfirmen vorhat.

Handelsblatt: Herr Mahindra, Boston Consulting zählt ihre Gruppe zu den einhundert globalen Herausforderern aus Schwellenländern, die auf dem Sprung sind zu neuen Weltfirmen. Wen fordern sie konkret zum Duell?

Anand Mahindra: Hoffentlich bin ich eine Bedrohung für alle Konkurrenten! Wer uns nicht ernst nimmt, lebt gefährlich. Wir haben es aber auf niemanden konkret abgesehen. Wir haben nur den Anspruch, dass uns jeder in der Fahrzeugindustrie ernst nimmt.

Sind sie schon so weit oder werden sie noch belächelt?

Die Arroganz westlicher Firmen verpufft schnell. Alle sehen ja, wie rasant Schwellenländer aufholen, gerade China und Indien. John Deere zum Beispiel behandelt uns als Feind Nummer eins. Wir sind schließlich schon der viertgrößte Traktorenhersteller der Welt, und unser Ziel ist klar: Wir wollen bald Marktführer werden.

Und in anderen Segmenten?

Wir müssen überall die Schwelle zu weltweiter Relevanz überschreiten. Das definieren wir nicht immer in Umsatzzahlen wie bei Traktoren. Bei Geländewagen hat die globale Expansion begonnen. Wir wollen Mahindra zur führenden SUV-Marke aufbauen.

Dazu müssten Sie erst einmal Firmen wie Landrover vom Thron stoßen.

Warum nicht? Die beweisen übrigens den Wert einer fokussierte Nischenstrategie: Landrover ist immer noch der Geldesel unter Fords Luxusmarken.

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