Interview mit BP-Chef Franke

„Sehr schön ist die Behauptung, CO2 sei ein Gift“

Uwe Franke, Chef der Deutschen BP, klagt über ein „Fakten-Vakuum“, was CO2 angeht. Manche Eltern hätten panische Angst, ihre Kinder würden an dem Gas sterben. Er zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse des Klimagipfels in Kopenhagen und gibt Öl noch eine lange Zukunft.
  • Kevin Hoffmann
18 Kommentare
Uwe Franke, Chef der Deutschen BP. Quelle: ap

Uwe Franke, Chef der Deutschen BP.

(Foto: ap)

Frage: Herr Franke, schön, dass Sie überhaupt noch mit der Presse reden.

Uwe Franke: Wieso sollte ich nicht?

Auf einem Branchentreffen haben Sie neulich den Medien Meinungsmache und Desinformation vorgeworfen. Sie sprachen auch von einer Anti-Öl-Lobby. Wo drückt denn der Schuh?

Wir leben in einer Demokratie und können nicht verhindern, dass Meinungen als Fakten dargestellt und dann ungefiltert weitergetragen werden. Da ist zum Beispiel die Aussage, in zehn bis fünfzehn Jahren seien die Ölvorkommen erschöpft. Das ist völliger Unsinn. In diesem Jahrhundert müssen wir uns über die Verfügbarkeit von Öl keine Gedanken machen. Wer das Gegenteil behauptet, schürt Panik und ist auch auf den Erhalt eigener Subventionen bedacht.

Wir führen die Öffentlichkeit in die Irre?

Ich nenne dieses Problem das Fakten-Vakuum. Betroffen davon ist die Presse aber auch die Politik – und damit die generelle Öffentlichkeit. Und in einigen Fällen steckt Absicht dahinter.

Da müssen Sie ein Beispiel nennen.

Sehr schön ist die Behauptung, CO2 sei ein Gift. Solche Aussagen werden weitergetragen von Leuten, die einfachste chemische Grundlagen nicht begreifen. CO2 ist Teil der Atemluft, Teil des Lebenszyklus. Pflanzen nehmen es auf, um daran zu gedeihen. Das Wissen darum scheint aber nicht bei allen vorhanden zu sein, wenn Eltern plötzlich in Panik ausbrechen aus Angst, ihre Kinder würden an CO2 sterben. Menschen, die es zum Gift erklären, handeln unverantwortlich. Das ist Populismus, der bewusst eingesetzt wird: Er soll eine Angst erzeugen, die dazu führt, dass alle Kohlekraftwerke möglichst bald abgestellt werden, dass die Ölförderung möglichst bald eingestellt wird und alles durch erneuerbare Energien ersetzt wird – koste es, was es wolle.

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18 Kommentare zu "Interview mit BP-Chef Franke: „Sehr schön ist die Behauptung, CO2 sei ein Gift“"

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  • Die gesamte CO2- Hysterie beruht auf der These der Wissenschaft, dass Pflanzen Sauerstoff (O2) abgeben. Alle wissenschaftliche Versuche mit denen dies begründet wird, werden durch Laborversuche an angeschnittenen Pflanzen durchgeführt. . Offensichtlich ist aber das, was die Pflanzen in der Natur über die blätter abgeben, etwas anderes, nämlich CO2. in eindrucksvollen und nachvollziehbaren Versuchen hat Herr Dieter Enger in einem geschlossenen behälter (Aquarium) bewiesen, dass nicht beschädigte Pflanzen CO2 produzieren und keinen Sauerstoff

  • "Und das Thema lautete: PianoMan hat die Unwahrheit gesagt."

    Das Thema lautete, wie jeder nachverfolgen konnte: Was bedeutet "giftig","toxisch"?.

    Was Sie hier mal wieder abliefern, ist ein Lehrstück aus dem Drehbuch der Stasi! Wo ist eigentlich ihr Kumpel summerset geblieben?

    "Kennen Sie auch andere Literatur als Wiki?

    ich schon"

    Warum zitieren Sie dann nie etwas anderes?

    Welches sind ihre Zweitquellen? Lenin, Trotzki, Hi Chi Minh, Marcus Wolf?

    Übel, übel, Jonas!

  • > Ob ein Liter, zwei oder siebzehn. Worum es hier ging, war das Thema

    Und das Thema lautete: PianoMan hat die Unwahrheit gesagt. Und das haben wir belegt.

    > Kennen Sie auch andere Literatur als Wiki?

    ich schon.
    Kennen Sie andere als die bild-Zeitung? ihrer affigen Art "Einpacken - Setzen - Sechs!" nach zu urteilen nicht.

  • @ yahel

    Der Horizont der Lobbyisten reicht nicht über Wiki, in das jeder Jonas jeden Mumpitz ungeprüft hinschreiben darf, hinaus, vollkommen klar.

    Zitat Wiki: "... die auch bei normalem Wasser vorhandene Gefahr einer Wasservergiftung."

    Ob ein Liter, zwei oder siebzehn. Worum es hier ging, war das Thema, was "giftig" ist. Und laut Jonas´ Wiki-Zitat ist das u.a. WASSER !!!. Da wären wir dann ja wieder am Ausgangspunkt. Alles giftig (Paracelsus), selbst Wasser - destilliertes mehr als nichtdestilliertes.

    @ Jonas: Einpacken - Setzen - Sechs!

    Und jetzt Schluss mit der Sextaner-Wiki-Übung. Kennen Sie auch andere Literatur als Wiki?

  • Na Kinders, auf urbane Legenden reingefallen?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Destilliertes_Wasser#Wirkung_auf_den_K.C3.b6rper

    Typisch für die nicht-denkende Generation.

  • @ yahel

    "Die Einverleibung größerer Mengen an destilliertem Wasser...Osmose..."

    Chapeau! Des Pudels Kern! Es platzt einem jede Zelle im Leib.

    Danke dafür, dass Sie ihm Licht ans Fahrrad gemacht haben. Andererseits: Mat 7, 6: "Perlen vor die Säue"

    Schöne Grüsse

    p m

  • @ Jonas (9)

    „LOL. Mit jedem Satz wird's peinlicher, PianoMan. informieren Sie sich halt mal, bevor sie Lügenmärchen verbreiten.“

    Richtig, informieren Sie sich einmal. Hier und merken:

    Zitat:
    Die Einverleibung größerer Mengen an destilliertem Wasser ist gefährlich, da aufgrund osmotischer Effekte Zellschädigungen eintreten können. [Römpp, Chemie Lexikon, 9.Aufl, Thieme, 1993]

    Die Osmose ist der Vorgang bei dem sich Konzentrationen angleichen. Haben wir unterschiedlich stark konzentrierte Lösungen und zwischen ihnen eine durchlässige Trennwand, so werden die gelösten Stoffe durch diese Wand hindurchwandern, bis ein Gleichgewicht entsteht. Dies kann einerseits dazu führen, daß einige Stoffe aus den Zellen in das destillierte Wasser hinüberwandern und dann im Stoffwechsel fehlen, anderseits kann es auch vorkommen, daß zuviel Wasser in die Zellen eindringt und diese zum Platzen bringt.

  • @ Jonas

    "dann wüssten Sie das, und müssten nicht so peinlich ihre Dummheit belegen."

    Der getroffene Lobbyist beisst.

    "Wenn er ein Liter destilliertes Wasser trinkt,
    > ist er tot

    LOL. Mit jedem Satz wird's peinlicher, PianoMan. informieren Sie sich halt mal, bevor sie Lügenmärchen verbreiten. "

    Wie wäre es mit einem einzigen Sachargument dagegen?

    Jonas, Jonas! Sie scheiden aus dem Kreis der ernsthaften Lobbyisten und Diskussionsteilnehmer wirklich aus. bitte nicht so plump! Langsam ist es unter meinem Niveau.


  • > Nicht wahr, Jonas?

    Natürlich ist das was Sie schreiben nicht wahr, PianoMan, das war schon immer so.

    > schon mal was von Paracelsus gehört?

    Wenn Sie vor dem Aufstellen ihrer unhaltbaren Lügenmärchen erst mal die beiträge lesen würden, auf die Sie antworten, dann wüssten Sie das, und müssten nicht so peinlich ihre Dummheit belegen.

    > Wenn er ein Liter destilliertes Wasser trinkt,
    > ist er tot

    LOL. Mit jedem Satz wird's peinlicher, PianoMan. informieren Sie sich halt mal, bevor sie Lügenmärchen verbreiten.

    > Einen guten Rutsch, und zündenn Sie nicht so
    > viele Knaller an - Treibhausgase !!

    Schon ewig bin ich für brot statt böller.

  • CO2 als gesundheitsschädlich zu definieren war ein Trick der US-Regierung, um ein weltweites Abkommen zum Klimaschutz zu ermöglichen. Das hat leider nicht geklappt, darauf aber herumzureiten ist Unsinn.

    Deutschland sollte aber trotzdem neue Techniken und spritsparende Autos fördern. Es macht volkswirtschaftlich keinen Sinn, jedes Jahr über 50 Milliarden Euro allein für Öl-importe auszugeben. Eine drastische Verringerung dieser Ausgaben würde letztendlich den Wohlstand aller heben, da eingesparte Gelder dann die hiesige Wirtschaft ankurbeln.
    Ähnliches gilt insbesondere für Solar-Energie, mit der es mittelfristig möglich wird, die Marktmacht der wenigen, großen Energiekonzerne mit ihren überteuerten Strompreisen einzudämmen und langfristig sehr günstig Strom zu erzeugen (aktuell erzeugen Großanlagen auf Hallendächern in Süddeutschland Strom für etwa 17 ct./kWh).

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