Interview mit Scott Harris, Europa-Chef von Lockheed Martin
Lockheed kämpft für den Joint Strike Fighter

Im Gespräch mit Handelsblatt-Redakteur Thomas Wiede gab Lockheed-Europa-Chef Scott Harris Einblicke in die Entwicklung des Joint Strike Fighters und den Ärger mit den europäischen Kooperationspartnern. Das Interview:

Das größte Kampfflugzeug-Projekt der Welt, der Joint Strike Fighter (JSF), nimmt unter der Führung von Lockheed Martin langsam Gestalt an. Doch viele europäischen Partnerländer sind enttäuscht von der Kooperation im Programm. Schaffen sie Abhilfe?

Wir tun eine ganze Menge. Wir verstehen, dass unsere Partner natürlich das Beste aus der Teilnahme an diesem einzigartigen Hightech-Projekt ziehen wollen. Wir müssen aber auch den Wunsch unseres Kunden im Blick haben: Das Produkt soll erschwinglich werden. Wir suchen also grundsätzlich nach den konkurrenzfähigsten Partnern. Manche Industrien können da nicht mithalten. Wir arbeiten weiterhin mit unseren Partnern, um geeignete Geschäftsoptionen für ihre Industrien zu identifizieren. Das dauert seine Zeit.

Gerade Norwegen hat starkes Interesse am Eurofighter. Ist der eine ernste Konkurrenz für den JSF?

Nein. Er ist ein leistungsfähiges Luftkampfflugzeug, aber er hat keine Tarnfähigkeit und ist relativ teuer. Der JSF wird das Flugzeug sein, dass Luftwaffen in größeren Mengen kaufen, weil es mehr Möglichkeiten bietet, wie zum Beispiel Senkrechtstarten. Wir können also eine ganze Reihe von unterschiedlichen Typen mit einem Jet ersetzen.

Doch bei der Senkrechtstarter-Variante gibt es zum Teil erhebliche technische Probleme...

Das ist doch bei so einem komplexen Projekt ganz normal. Es stimmt: Bei dem Senkrechtstarter gibt es ein Gewichtsproblem. Wir untersuchen zur Zeit die Möglichkeiten, das zu beheben. Unsere Techniker sind sehr zuversichtlich.

Wie lange wird sich das Projekt dadurch verzögern?

Wir werden in den nächsten Monaten einen überarbeiteten Zeitplan vorlegen. Wir müssen jetzt auch die nächsten Entwicklungsphasen planen. Es wäre aber möglich, dass sich das Programm ein paar Monate verzögert.

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