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Interview mit VW-Chef Winterkorn: „Apple ist der neue Goldstandard“

exklusiv Für Martin Winterkorn ist Apple ein großes Vorbild. Außerdem spricht der VW-Chef im Handelsblatt-Interview über das Geschäft in Zeiten der Krise und warum die VW-Beteiligung an Suzuki nicht zum Verkauf steht.

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, gibt sich nur mäßig zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsjahr: Das Ziel sei in Sichtweite, aber noch nicht erreicht, sagte Winterkorn dem Handelsblatt. Quelle: dpa
Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, gibt sich nur mäßig zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsjahr: Das Ziel sei in Sichtweite, aber noch nicht erreicht, sagte Winterkorn dem Handelsblatt. Quelle: dpa

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Handelsblatt: Herr Winterkorn, Sie wurden auf der Frankfurter Automesse IAA gefilmt, als sie in einem Hyundai saßen und sagten „Da scheppert nix. Wir können es nicht. Der BMW kann es nicht. Warum können die das?“ Auf der Internetseite Youtube ist der Film millionenfach geklickt worden. Was war los?

Martin Winterkorn: Wir waren in einer großen Gruppe auf dem Hyundai-Stand bei unserem üblichen Messerundgang unterwegs. Ich werde oft bei solchen Gelegenheiten fotografiert, aber diese breite Reaktion war schon überraschend.

Handelsblatt: Sie wirken richtig sauer in dem Video. Was hat sie so geärgert?

Winterkorn: Ein paar Tage vor der IAA hatten wir in Wolfsburg darüber gesprochen, wie man die Geräusche beim Verstellen des Lenkrades beseitigen kann. Die Verriegelung steht unter Spannung und macht beim Lösen ein Geräusch. Intern hieß es: Abhilfe schaffen wir nur mit zusätzlichen Kosten. Und im neuen Hyundai I30...

Handelsblatt: …scheppert nichts!

Winterkorn: Nehmen Sie das als Symbol für unsere höchsten Qualitätsansprüche. Das ist so und das bleibt so. Auch bei den kleinsten Details.

Handelsblatt:  Ausgerechnet Hyundai kann mehr als Volkswagen, wenn auch bisher nur in einem Detail. Was macht die Koreaner so gefährlich?

Winterkorn: Hyundai hat in der Tat große Fortschritte gemacht. Nun habe ich aber einen unserer Wettbewerber genug gelobt.

Handelsblatt: Warum sollen Kunden dann überhaupt noch einen VW kaufen?

Winterkorn: Weil die Marke Volkswagen unverändert eine Klasse für sich ist – nicht zuletzt bei Werthaltigkeit, Qualität und Innovationskraft.

Handelsblatt: Die EU hat ein Freihandelsabkommen mit Korea geschlossen, das Importe sehr erleichtert. Fortschritt oder Gefahr – oder gar beides?

Winterkorn: Dieses sogenannte Freihandelsabkommen ist eine Einbahnstraße: Hyundai und Kia dürfen ohne Zollaufschlag nach Europa liefern. Umgekehrt gilt das für uns nicht, die Zölle sind hoch. Dieses Vertragswerk ist wirtschaftspolitisch ein Fehler.

Handelsblatt:  Zur Hauptversammlung 2010 hat das Handelsblatt geschlagzeilt: „Das große Versprechen – und warum es unhaltbar ist." Zeit für eine Zwischenbilanz: Schaffen Sie Ihre für 2018 ausgerufenen Ziele: mehr als zehn Millionen verkaufte Autos, eine Umsatzrendite von acht Prozent und 16 Prozent Kapitalrendite im Konzernbereich Automobile? Müssen wir uns korrigieren oder Sie?

Winterkorn (lacht): Ich fürchte, Sie müssen sich korrigieren. Wir sind gut unterwegs. In diesem Jahr verkaufen wir konzernweit sicher mehr als acht Millionen Autos. Die operative Umsatzrendite liegt nach neun Monaten bei 7,7 Prozent, die Kapitalrendite lag 2010 bei 13,5 Prozent. Bei der Kundenzufriedenheit, die ich ausdrücklich auch zum Konzernziel gemacht habe, haben wir noch einiges an Arbeit vor uns. Also: Das Ziel ist in Sichtweite, aber noch nicht erreicht...

  • 21.11.2011, 11:25 UhrAnonymer Benutzer: grautos

    ich möchte nicht falsch verstanden werden, habe achtung vor den automobilen- und managementleistungen der herren piech,winterkorn und anderen.

    aber besteht nicht die zukunft des fahrbaren untersatzes in der reduktion von material und leistung,der steuerlichen diskriminierung von mitarbeiterfahrzeugen,der zurückgehenden kaufkraft,zunehmender autoteilhaberschaften und u.a. ausbau öffentlicher verkehrsleistungen.

    wenn dann noch die absatzfinanzierung stottert und dieverschnellerung der wertverluste einsetzt geht es den autoherstellern wie den schulbuchverlagen.

    ich denke die branche steht im zenit und hat außer respektablen technischen hochleistungen ein kannibalisierendes tonnagedenken zwischen den ohren,das nicht zukunftsfähig ist.

  • 21.11.2011, 10:37 UhrAnonymer Benutzer: Kea

    Ich stehe, obwohl ich täglich mit 'nem Apple arbeiten muss, mehr auf Cinema 4D und Adobe!
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    .....................☹☹☹ ... it's ⌚ to ♻ ☺

  • 21.11.2011, 10:00 UhrAnonymer Benutzer: TomSuzuki

    Aha, Apple ist also der neue Gold-Standard, weil die Geräte intuitiv zu bedienen sind ..
    Auf welchem Planeten lebte Herr Winterkorn zwischen 1984 und heute ? Von woher kommt er gerade zurück ? 1984 wurde der erste Mac vorgestellt und seither ist die intuitive Bedienbarkeit ein wesentliches Element aller Apple-Produkte. Musste Steve Jobs erst sterben, damit Herr Winterkorn versteht, warum Apple so viel besser ist als der ganze andere Mist ?

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