Interview zur Kooperation von Eon und Abu Dhabi
„Es ist äußerst schwierig, die Märkte richtig zu lesen“

Der Energiekonzern Eon und das Golfemirat Abu Dhabi haben eine Zusammenarbeit beim weltweit größten Offshore-Windpark London Array beschlossen. Gegenüber dem Handelsblatt äußert sich der Chef des neuen Partner-Unternehmens Mubadala, Al Mubarak, über die globale Finanzkrise und den Reiz deutscher Unternehmen.

Hat Sie die Wucht der globalen Finanzkrise überrascht, oder gab es Warnzeichen?

"Ich glaube nicht, dass irgendjemand ernsthaft damit gerechnet hat. Uns bleibt nichts anderes übrig, als diesen hässlichen Stürmen zu trotzen."

Hat die Finanzkrise Auswirkungen auf Ihre Investment-Philosophie?

"Nein, denn wir denken auf lange Sicht."

Auf welche Formel würden Sie Mubadalas Anlage-Konzept heute bringen?

"Wir sind ein Investment-Unternehmen, das eine langfristige Strategie verfolgt, und zwar quer über alle Asset-Klassen. Unsere Gesellschaft hat Schwerpunkte wie Energie, Luftfahrt, Infrastruktur oder Gesundheit - alles in allem ein sehr breit gestreutes Portfolio. In den letzten beiden Jahren wurde jeder dieser Bereiche systematisch aufgebaut. Und innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben wir alles daran gesetzt, Mubadala zu einem "global player" zu machen. Es ist unser Ehrgeiz, eine der besten Investment-Firmen auf der ganzen Welt zu werden. "

Heißt das, dass Sie Ihre Vorgehensweise in den letzten drei bis vier Monaten nicht geändert haben?

"Korrekt."

Lassen Sie angesichts der Finanzkrise erst einmal die Finger von Investments in den USA und Europa?

"Nein, das kann man so nicht sagen. Wir schauen nach Chancen, sobald sie sich abzeichnen. Wenn zu unserer langfristigen Linie passen, gehen wir in bewährter Weise vor."

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