Investitionen belasten: VW-Nutzfahrzeugsparte sieht Rot

Investitionen belasten
VW-Nutzfahrzeugsparte sieht Rot

Die Nutzfahrzeugsparte des Volkswagen-Konzerns ist 2003 tief in die Verlustzone geraten. Wegen hoher Investitionen in neue Modelle wurden damit erstmals seit acht Jahren rote Zahlen geschrieben.

HB HANNOVER. Gleichzeitig relativierte die VW-Tochter am Freitag angesichts der schwachen Autokonjunktur ihre bisherige Prognose, wonach sich Absatz, Umsatz und Ergebnis bis 2007 verdoppeln sollen. Sollte die Nachfrage nicht wie erwartet anspringen, schließt das Unternehmen auch einen weiteren Verlust für das laufende Jahr nicht aus. Im Rahmen des vom VW-Konzern eingeleiteten Sofortprogramms zur Ertragssteigerung sollen auch in der Nutzfahrzeugsparte die Kosten gesenkt und alle Abläufe gestrafft werden.

Hohe Belastungen durch drei Modellwechsel, Investitionen in die Modernisierung mehrerer Werke sowie negative Konjunktureinflüsse und der starke Euro hätten 2003 einen operativen Rekordverlust von 233 Mill. € entstehen lassen, teilte VW-Nutz-Chef Bernd Wiedemann in Hannover mit. Für das laufende Jahr kündigte er Investitionen in der Größenordnung von weiteren rund 670 Mill. € sowie die Rückkehr in die Gewinnzone an. Wiedemann stellte dies aber unter den Vorbehalt, dass die Konjunktur anspringt. Im Januar und Februar seien die Auftragseingänge zwar um zwölf Prozent gestiegen, der Absatz blieb jedoch unter dem des Vorjahres. 2003 hatte sich der operative Gewinn bereits auf 164 Mill. € halbiert.

„Wir streben in bescheidenen Umfang die Rückkehr in die Gewinnzone an. Kommt die Konjunkturerholung nicht, wird es aber schwer sein, ein ausgeglichenes Ergebnis zu zeigen. Dann kann das Ergebnis auch negativ sein“, sagte Wiedeman. Die VW-Nutzfahrzeugtochter investierte im abgelaufenen Jahr die Rekordsumme von 675 Mill. € in neue Fahrzeuge und steigerte trotz der Modellwechsel ihren Umsatz leicht um 1,2 % auf 4,5 Mrd. €. Gleichzeitig verringerte sich der Absatz um knapp fünf Prozent auf 224 975 Fahrzeuge, weil nicht alle neuen Varianten in den Verkaufsräumen der Händler gleich zur Verfügung standen und zudem die Nachfrage wegen der schwachen Konjunktur lahmte.

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