Investitionen in neue Fabriken gestoppt – Konzentration auf Verbesserung der Struktur
VW bietet sich als Partner für chinesische Marken an

Der VW-Konzern hat seine hochfliegenden Expansionspläne für China vorerst aufgegeben. Statt in zusätzliche Kapazitäten zu investieren, konzentriert sich der deutsche Autobauer nun auf die Verbesserung des Bestehenden.

and/hof HB PEKING/FRANKFURT. Außerdem will VW am Streben der Chinesen nach eigenen Marken wenigstens mitverdienen: Sollte einer der beiden VW-Partner in China „den Aufbau einer eigenen chinesischen Marke wünschen“, werde Volkswagen dies aktiv unterstützen, teilte das Unternehmen in Peking mit.

Ein VW-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, wie weit die Vorbereitungen der beiden Joint-Venture-Partner – der Konzern arbeitet mit SAIC in Schanghai und FAW im nordchinesischen Changchun zusammen – für eigene Marken gediehen sind. Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte bereits eingeräumt, dass er keine Möglichkeit sieht, den politisch gewollten Aufbau einer eigenen chinesischen Automobilindustrie zu verhindern. Die dominierende Stellung ausländischer Konzerne sei daher nicht zu halten. Um weiter am Wachstum zu partizipieren, würden alle Chancen ausgelotet, die Chinesen beim Wunsch nach Eigenständigkeit zu unterstützen. Denkbar sind Zulieferungen und die Bereitstellung von Entwicklungskapazitäten.

VW steckt in China in der Krise. Der Markt, der noch vor einigen Jahren durch Zulieferungen und Gewinne aus den Gemeinschaftsunternehmen Erträge in Milliardenhöhe lieferte, wird dieses Jahr nach Aussagen von VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch nahe der Gewinnschwelle abschließen.

„Alle Hersteller arbeiten fieberhaft an einer Verbesserung ihrer Strukturen, ihrer Prozesse und einer Optimierung der Zuliefersystems. Wir auch“, hat VW-Markenchef Wolfgang Bernhard kürzlich im Handelsblatt-Interview betont. Die aktuellen Probleme rührten unter anderem daher, dass „die neuen Konkurrenten in China mit neuen Werken gegen unsere zum Teil zwanzig Jahre alten Fabriken antreten“. Auch die Umstellung des Vertriebs vom alten Großkundengeschäft auf die Bedürfnisse der zunehmenden Zahl von Privatkunden bereite Schwierigkeiten.

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