Investitionen in Standort
BMW schaltet beim Mini einen Gang hoch

Der BMW-Konzern hat mit seiner erfolgreichen Kleinwagenmarke Mini noch Großes vor und hat dafür knapp 200 Mill. Pfund in den Ausbau des Mini-Werkes in Oxford investiert. Die Produktionskapazitäten sollen um 20 Prozent wachsen.

HB OXFORD. Der Konzern investierte knapp 200 Mill. Pfund in in den Werksverbund in England und will die Produktionskapazität so von zuletzt 200 000 auf 240 000 Fahrzeuge aufstocken. „Die Erfolgsgeschichte dieser Marke wird mit ungebremster Kraft weitergehen“, sagte der neue BMW-Chef Norbert Reithofer am Mittwoch in Oxford beim Anlauf der Produktion des neuen Modells. Zudem entstehen 450 neue Arbeitsplätze.

BMW ist mit Mini, dem letzten Überbleibsel aus dem Rover-Abenteuer, inzwischen der drittgrößte Autohersteller in Großbritannien. Der Erfolg des Kleinwagens zeige zum einen, dass man mit flexiblen Produktionssystemen auch im Zeitalter der Globalisierung in Europa noch erfolgreich fertigen könne, sagte der britische Finanzminister Gordon Brown. Zudem zeige er, wie eng und erfolgreich die Beziehungen zu Deutschland seien.

BMW hatte das Werk in Oxford ursprünglich nur auf 100 000 Einheiten ausgelegt. Das neue Modell war aber ausgesprochen erfolgreich. „Mini gehört zu den ganz wenigen Autos, die selbst im sechsten Produktionsjahr keinen Umsatzrückgang hinnehmen mussten“, sagte Reithofer. Erst in diesem Jahr ging es mit dem Absatz nach unten. In den ersten acht Monaten sank die Zahl der Auslieferungen um 7,6 Prozent auf 128 710 verkaufte Autos. BMW führte dies eher auf Produktionsunterbrechungen im Zuge des Werksausbaus denn auf den Auslauf des Modells zurück.

Der BMW-Konzern stockte die Produktionskapazität für Modelle seiner Tochtermarke in den vergangenen Monaten eigenen Angaben zufolge um rund ein Fünftel auf. Nach dem am Mittwoch abgeschlossenen Ausbau sollen nun jährlich bis zu 240 000 Autos der britischen Traditionsmarke vom Band laufen können. Die örtliche Zulieferindustrie profitiere ebenfalls von der Aufstockung, teilte BMW mit. Künftig würden 60 Prozent der im Mini verarbeiten Teile aus Großbritannien stammen, bislang seien es 40 Prozent gewesen. Die Zulieferer hätten ihrerseits rund 40 Mill. Pfund investiert und 750 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Seit dem Jahr 2000 habe BMW inklusive des jüngsten Ausbaus rund eine Milliarde Pfund in seine Aktivitäten in Großbritannien gesteckt. BMW will die Modellpalette bei Mini verbreitern und stellt auf der kommenden Automesse in Paris ein neues Fahrzeug der Marke vor.

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