Investitionen und Umsatz hoch
Thyssen-Krupp will sich kräftig stärken

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp will mit einem umfangreichen Investitionsprogramm seine Position auf dem Weltmarkt stärken. In den kommenden fünf Jahren sollten zwischen 17 und 20 Mrd. Euro investiert werden, teilte Vorstandschef Ekkehard Schulz am Freitag in Düsseldorf mit.

dpa-afx DÜSSELDORF. Die Hälfte der Summe steht für Wachstum "am Stamm" und Akquisitionen bereit. Mit dem Investitionsprogramm will Deutschlands führender Stahlproduzent Umsatz und Ergebnis in eine neue "Größenordnung" schrauben.

Wichtigste Investition der Düsseldorfer ist der Bau eines Stahlwerks in Brasilien, das Anfang 2009 in Betrieb gehen soll. Mit den Stahlbrammen aus dem neuen Werk sollen auch der deutsche und amerikanische Markt beliefert werden. Das Investitionsvolumen bezifferte Thyssen-Krupp auf drei Mrd. Euro. Mit dem Ausbau des Geschäfts will Schulz die Lücke zu den Wettbewerbern schließen. Thyssen-Krupp liegt auf Rang zehn in der weltweiten Stahlliga, mit deutlichen Abstand zu Marktführer Arcelor Mittal.

Um den Abstand zu verringern, setzt Schulz auch auf Akquisitionen. Auf seinem Einkaufszettel befindet sich die kanadische Dofasco, die im Besitz von Arcelor Mittal ist. Der Weltmarktführer muss sich aus kartellrechtlichen Gründen von Dofasco trennen, allerdings verlaufen die Verkaufsverhandlungen schleppend. Schulz bekräftigte sein Interesse an dem Unternehmen. Mit der Übernahme von Dofasco könnte Thyssen-Krupp kurzfristig sein Ziel von einem Marktanteil von fünf Prozent in Nordamerika erreichen.

Mit dem milliardenschweren Investitionsprogramm will Vorstandschef Schulz den Umsatz mittelfristig auf 50 Mrd. Euro erhöhen, wovon 20 Mrd. Euro durch Dienstleistungen erwirtschaftet werden sollen. "Dies wird aber nicht der Endpunkt sein. In zehn Jahren sind 55 Mrd. Euro im Visier", sagte Schulz. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2 006 (bis Ende September) rechnet er mit einem Umsatz von 46 Mrd. Euro.

Der Umsatzzuwachs soll sich im Ergebnis niederschlagen: "Dass sich bei steigendem Umsatz dann auch das Ergebnis weiter verbessern wird, liegt auf der Hand", sagte Schulz. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet der Industriekonzern allerdings mit einer stabilen Ergebnisentwicklung. Wie schon im laufenden Geschäftsjahr werde ein Gewinn vor Steuern von 2,5 Mrd. Euro angestrebt, sagte Schulz.

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