Investitionspläne
Maschinenbauer Voith treibt Expansion in China voran

Das schwäbische Familienunternehmen Voith will die Zahl der Mitarbeiter in China von derzeit 3000 auf 5000 im Jahr 2016 erhöhen. Erstmals nimmt das Unternehmen auch einen Kredit in chinesischer Währung auf.
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Der Maschinen- und Anlagenbauer Voith will mit umfangreichen Investitionen seine Expansion auf dem Wachstumsmarkt China vorantreiben. Rund 400 Millionen Euro hat das schwäbische Familienunternehmen in den nächsten Jahren für den Ausbau seiner Geschäfte dort vorgesehen, wie Voith am Dienstag mitteilte. Der Konzern rechnet sich erhebliche Chancen in China aus.

„Dieses Potenzial werden wir nur dann voll entfalten, wenn wir einen immer größeren Teil dessen, was am Markt benötigt wird, auch vor Ort produzieren“, sagte Voith-Chef Hubert Lienhard. Der 1867 in Heidenheim gegründete Konzern, der beispielsweise in den Feldern Papiermaschinen, Wasserkraftwerke und Industrie-Dienstleistungen aktiv ist, will unter anderem seine Fertigung für den chinesischen Markt erweitern. Die Zahl seiner Beschäftigten im Reich der Mitte will Voith bis 2016 auf 5000 von derzeit 3000 erhöhen.

Der Konzern vereinbarte jetzt erstmals in Shanghai mit lokalen und internationalen Banken einen Kredit in Landeswährung im Volumen von umgerechnet 270 Millionen Euro. Das mit der Citibank als Koordinator organisierte Kreditpaket hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Unternehmen nutzt damit die derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen in China. Zudem kann Voith auf diesem Weg Währungsrisiken vermeiden. China ist für Voith inzwischen eines der wichtigsten Länder. Im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 erzielte der Konzern dort einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Das sind 18 Prozent des Gesamtumsatzes von 5,6 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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