Investitionszusagen für den Standort
MAN Roland verzichtet auf Kündigungen

In seinem Augsburger Werk hat sich der Druckmaschinenhersteller MAN Roland mit den Mitarbeitern auf ein Paket zur Kostensenkung geeinigt.

HB MÜNCHEN. Neben einer flexiblen Arbeitszeit- und Pausenregelung werde über die normale Arbeitszeit hinausgehende Mehrarbeit in Arbeitszeitkonten gesammelt, die beim Erreichen einer bestimmten Umsatzrendite gesondert vergütet werden soll, teilte MAN Roland am Mittwoch mit.

Im Gegenzug sagte das Unternehmen den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2008 und Investitionen zu. „Der Geschäftsbereich Rollenmaschinen am Standort in Augsburg verfügt zwar über einen erfreulichen Auftragseingang, der die Auslastung in den nächsten Jahren absichert. Wegen der verschlechterten Erlösqualität sind jedoch nachhaltige Kostensenkungen notwendig“, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Weitere Details wollte MAN Roland nicht mitteilen. Die Einigung sei bereits am Nachmittag unterschrieben worden, sagte Jürgen Kerner von der Gewerkschaft IG Metall. Die ursprüngliche Forderung nach drei Stunden unbezahlter Arbeit sei somit vom Tisch. Die Wochenarbeitszeit bei MAN Roland in Augsburg beträgt 35 Stunden.

Zuvor hatte sich MAN Roland auch für sein Werk in Offenbach geeinigt. Neben der Möglichkeit auf Arbeitszeitverlängerung von 35 auf 38 Stunden hat man sich nach Angaben der IG Metall darauf geeinigt, den Weg von der Stechuhr zum Arbeitsplatz nicht mehr zur Arbeitszeit zu rechnen. Dafür wurde eine Stunde pro Woche angesetzt. Mit zwei kleineren benachbarten Standorten werde deswegen aber noch verhandelt.

Die Druckmaschinensparte gilt als Sorgenkind des Nutzfahrzeug- und Maschinenbauers MAN. Im dritten Quartal schrieb die Sparte mit einer Millionen Euro vor Steuern zwar wieder schwarze Zahlen. Wegen der Verzögerung der Vereinbarungen für Kosteneinsparungen werde der Bereich das Gesamtjahr aber noch einmal mit einem Verlust abschließen, hatte es bei der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal geheißen. Die Geschäftsentwicklung im Druckbereich sei stark unterschiedlich: während die Nachfrage nach Rollendruckmaschinen stark angezogen habe, sei die Investitionsbereitschaft bei Bogendruckmaschinen noch sehr zurückhaltend. Die gesamte Druckmaschinenbranche hatte stark unter der Krise auf den Zeitungs- und Werbemärkten gelitten.

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