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01.10.2007 
Insolventer Möbelhersteller

Investor langt bei Schieder zu

von Vom Oliver Stock

Der deutsch-amerikanische Investor Nicolas Berggruen übernimmt nach Handelsblatt-Informationen einen Großteil des insolventen Möbelherstellers Schieder. Für 3600 der 11 000 Schieder-Mitarbeiter ist damit der Arbeitsplatz vorerst gesichert. Der Mäzen und Kunstsammler scheint unterdessen Gefallen an der Branche gefunden zu haben.

Teilansicht der Möbelwerke in Schieder-Schwalenberg. Ein Investor hat sich die profitablen Teile des Unternehmens gesichert. Foto: apLupe

Teilansicht der Möbelwerke in Schieder-Schwalenberg. Ein Investor hat sich die profitablen Teile des Unternehmens gesichert. Foto: ap

ZÜRICH. Die Holdinggesellschaft Berggruens ist sich mit der in Liechtenstein beheimateten Schieder-Tochtergesellschaft IMS einig geworden, deren Geschäft, sowie eine österreichische Tochtergesellschaft und Fabriken in Polen zu einem Kaufpreis von geschätzen 50 Mill. Euro zu übernehmen. Berggruen bestätigte dem Handelsblatt den Kauf und kündigte an, möglicherweise weiter Unternehmen der Möbelbranche erwerben zu wollen.

Bei den damit veräußerten Tochtergesellschaften handelt es sich um jene Teile von Schieder, die in den vergangenen Jahren bei einem Umsatz von rund 250 Mill. Euro stetig Gewinne erwirtschafteten. Sie drohten durch die Insolvenz der Muttergesellschaft ebenfalls in Schieflage zu geraten, was nun vermieden wurde. Für 3600 der 11 000 Schieder-Mitarbeiter ist damit der Arbeitsplatz vorerst gesichert. Am Dienstag soll nach Handelsblatt-Informationen ein weiterer Verkauf eines Schieder Betriebsbereichs über die Bühne gehen.

Berggruens Holdinggesellschaft betätigt sich als langfristig orientierter Investor in rund einem dutzend Firmen weltweit, an denen sie eine Mehrheit besitzt. In Portugal hat Berggruen beipielsweise das inzwischen größte Medienunternehmen aufgebaut. "Ich investiere in Unternehmen und Märkte, die wachsen", beschreibt Berggruen seine Strategie. IMS hatte sich, als Schieder in Schwierigkeiten geriet, früh vom Mutterunternehmen gelöst und selbst nach einem Investor gesucht. IMS-Geschäftsführer Thomas Fox bestätigte den Verkauf ebenfalls. Er hoffe jetzt auf Stabilität unter dem neuen Eigentümer.

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