Investoren vertrauen dem Chrysler-Retter Zetsche - Aktie legt zu
Ende des "Schrempp-Discounts"

Die Daimler-Chrysler-Aktie steigt und steigt seitdem Jürgen Schrempp sein Ausscheiden als Konzernchef bekanntgegeben hat. Nachfolger Dieter Zetsche wird schon sehnsüchtig erwartet.

cü/stö/tmo FRANKFURT/NEW YORK. Investoren machen Schrempp für die Wertvernichtung der vergangenen Jahre verantwortlich. Der Kauf des US-Autobauers Chrysler belastete den Kurs lange, ebenso wie der Einstieg bei Mitsubishi. Zuletzt offenbarten sich Qualitätsmängel bei den Mercedes-Fahrzeugen, und das Kleinwagensegment Smart schreibt seit Jahren rote Zahlen. Seit 1999 - noch zu Zeiten der weltweit haussierenden Aktienbörsen - hat sich der Wert der Daimler-Chrysler-Aktie fast halbiert.

"Zetsche hat dagegen als Chef der Chrysler-Sparte bewiesen, dass er das Ruder herumreißen kann", lobt Karsten Stroh, Leiter für Aktien und gemischte Portfolios bei der US-Fondsgesellschaft JP Morgan in Frankfurt. Die positive Entwicklung bei Chrysler sei gerade in Zeiten, in denen die großen US-Autokonzerne General Motors und Ford ins Trudeln geraten, bemerkenswert. Deshalb könne man Hoffnung haben, dass Zetsche auch den Gesamtkonzern wieder auf die richtige Spur führe. Zetsche hat Chrysler mit harten Einschnitten beim Personal und der Einführung neuer Modelle saniert. Zusammen mit Finanzvorstand Bodo Uebber muss er jetzt die Zahlen im Mutterkonzern in Ordnung bringen.

Für Andreas Gartner, Fondsmanager bei SEB Invest, ist Zetsche ein "Pragmatiker, der sich darauf konzentriert mit vernünftigen Mitteln, hochwertige Autos zu produzieren, die bei den Kunden dann auch ankommen". Außerdem sei er kommunikativer als sein Vorgänger Schrempp, bei dem Kritik von Investoren auf taube Ohren gestoßen sei. SEB Invest gehört wie Union Investment und die Deutsche Bank Tochter DWS zu den Fondsgesellschaften, die Schrempp auf Hauptversammlungen in den vergangenen Jahren harsch kritisiert hatten.

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