Investoren wollen laut Pressebericht nur 500 Arbeitsplätze erhalten
Agfa Photo droht Kahlschlag

Laut eines Presseberichts droht dem insolventen Fotozubehör-Hersteller Agfa Photo ein Kahlschlag. Demnach blieben nur die Hälfte der erhofften Arbeitsplätze erhalten. Das Unternehmen hingegen sagt, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

HB BERLIN. „Alle Varianten laufen darauf hinaus, dass langfristig rund 500 Arbeitsplätze erhalten bleiben“, zitiert die „Financial Times Deutschland“ (FTD) am Mittwoch einen Kenner des Unternehmens. Bei der Anmeldung der Insolvenz am 20. Mai hatte Agfa Photo noch 1800 Mitarbeiter. Auf mittlere Sicht könnten davon laut früheren Aussagen des Insolvenzverwalters Andreas Ringstmeier rund 1000 weiter beschäftigt werden.

Nach Angaben des Unternehmens ist jedoch über den Stellenabbau bei der insolventen AgfaPhoto GmbH noch nicht entschieden. „Wir können seriös erst etwas sagen, wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind“, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch.

Ringstmeier kündigte laut FTD den Mitarbeitern vorige Woche in einem Rundbrief einen bevorstehenden Verkauf an: „Wir befinden uns in der entscheidenden Phase der Verhandlungen mit einem strategischen Investor und einer Gruppe von Finanzinvestoren“, hieß es demnach in dem Schreiben.

Beide Interessenten verhandeln nach FTD-Informationen über die Übernahme der gesamten Aktivitäten, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte zum künftigen Geschäft. Der strategisch orientierte Investor, der aus dem europäischen Ausland komme, plane in erster Linie die Fortführung der Segmente Foto- und Filmpapier. Das Konsortium der Finanzinvestoren setze dagegen auf die Laborgeräte-Sparte. Beide Konzepte gingen jedoch von jeweils rund 500 verbleibenden Arbeitsplätzen an unterschiedlichen Standorten aus. Fotopapier fertigt Agfa Photo überwiegend in Leverkusen, während Geräte in den Werken Peiting und München produziert werden.

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