Investorenkonferenz
Bayer traut Pharmageschäft wieder mehr zu

In sein Pharmageschäft setzt der Leverkusener Bayer-Konzern wieder größere Hoffnungen. Die Umsatzerwartungen für einige Arzneimittel des Chemie- und Pharmariesen wurden erhöht.

HB FRANKFURT. "Wir wollen ihnen heute zeigen, dass unsere Pharmapipeline das Potenzial hat, unser Geschäft zu wandeln", sagte Bayer-Chef Werner Wenning am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz in London. Für den Krebsmittel-Kandidaten Nexavar, einer der größten Hoffnungsträger der Pharmasparte, verdoppelte Bayer seine Spitzenumsatzerwartung auf mehr als eine Milliarde Euro. Auch für das bereits auf dem Markt befindliche Blutgerinnungsmittel Kogenate und das bei Herzoperationen eingesetzte Medikament Trasylol schraubte der Konzern seine Prognosen hoch. Mit dem zweiten großen Hoffnungsträger, dem Thrombosemittel Faktor-Xa-Inhibitor, ist Bayer nun in die letzte Phase der klinischen Entwicklung gegangen. Insgesamt will der Konzern 2005 1,9 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung ausgeben.

Wenning hatte das Pharmageschäft gestrafft, nachdem die Sparte seit der Rücknahme des Cholesterinsenkers Lipobay im Jahr 2001 deutlich an Marktstärke verloren hatte. Die Pharmaforschung konzentriert Bayer nun auf Krebs, Herz-Kreislauf und die Bluterkrankheit. "Wir glauben, dass wir mit dieser Strategie das Marktwachstum übertreffen können", sagte Arthur Higgings, Chef der Gesundheitssparte HealthCare.

Bayer-Aktien lagen am Nachmittag 0,4 Prozent im Plus bei 34,17 Euro und damit besser als der Gesamtmarkt. "Das Unternehmen hört sich sehr optimistisch an. Bayer befindet sich im Aufwärtstrend und das HealthCare-Geschäft sieht gut aus", sagte ein Analyst in London. Bayer schaue sich weiter nach Zukaufsmöglichkeiten für sein Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln (OTC) sowie regionalen Akquisitionen im Bereich Tiermedizin um, sagte Higgins.

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