Investorentag
Nestlé bekräftigt Wachstumsziele

Nestlé setzt große Hoffnung in Baby-, Gesundheits- und Sportlerkost Deshalb legt der weltgrösste Lebensmittel- und Getränkekonzern den strategischen Fokus weiter auf den Bereich Spezialnahrung. Auf einem Investorentag gekräftigte das Unternehmen erneut seine langfristigen Wachstumszielen.

HB ZÜRICH. In der durch milliardenschwere Zukäufe verstärkten Sparte Nutrition strebe Nestlé langfristig einen organischen Umsatzzuwachs von zehn Prozent an, bekräftigte Spartenchef Richard Laube am Donnerstag in einer Präsentation auf einem Investorentreffen am Firmensitz im schweizerischen Vevey. Die operative Gewinnmarge auf EBIT-Basis solle auf 20 Prozent oder mehr steigen. Gegenwärtig liegt die Marge bei knapp 17 Prozent und damit über der Profitabilität des gesamten Konzerns. Nestle setzt grosse Hoffnungen auf das Geschäft mit Spezialnahrung, zu der Babykost, Gesundheits- und Sportlerkost zählt. Der durch Markenprodukte wie Kaffee und Schokolade bekannte Konzern will sich in ein Unternehmen für Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden wandeln und hat zu diesem Zweck einige Milliarden investiert: So hatte Nestlé den US-Diätspezialist Jenny Craig und von Novartis die Sparte Medical Nutrition und die US-Babynahrungsmarke Gerber zugekauft.

Der Umsatz des Geschäftsbereiches soll so bis 2008 auf zehn Milliarden Schweizer Franken steigen, davon allein in den USA auf 3,7 Milliarden Franken. Nestle Nutrition wolle rund 2,1 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung stecken. 2006 setzte Nestle insgesamt 24,3 Milliarden Franken (umgerechnet rund 15 Milliarden Euro) um. Die Integration der Zukäufe sei auf Kurs, hiess es in der im Internet veröffentlichten Präsentation. Die jüngsten Transaktionen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2007 abgeschlossen sein.

Zudem bekräftigte Nestlé-Finanzchef Paul Polman erneut die Gruppenziele eines organischen Wachstums zwischen fünf und sechs Prozent sowie einer höheren operativen Marge bei konstanten Wechselkursen. Zu schaffen machen Nestle die stetig steigenden Rohstoffpreise, denen der Konzern etwa durch Preiserhöhungen gegensteuern muss. Am Freitag wird es in Vevey eine Fragerunde mit Konzernchef Peter Brabeck und Finanzchef Polman geben, von der sich Analysten weiteren Aufschluss über die aktuelle Lage erhoffen.

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