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iPhone 4: Der Mythos von Apple wankt

In gut fünfzehn Jahren stieg Apple vom Nischenanbieter zum mächtigsten High-Tech-Unternehmen der Welt auf. Doch die Probleme beim iPhone 4 treffen den Konzern mehr, als er zugibt. Nun muss der Hardwarechef gehen. Und nicht nur das kratzt am Image. Apple droht sich zu verzetteln.

Die Antennen-Probleme des Iphone4 machen Apple zu schaffen. Quelle: Reuters
Die Antennen-Probleme des Iphone4 machen Apple zu schaffen. Quelle: Reuters

DÜSSELDORF. Die massiven Empfangsprobleme bei Apples neuem Starprodukt iPhone 4 haben erste personelle Konsequenzen. Der Manager für die iPhone-Hardware verlässt nach nicht einmal zwei Jahren das Unternehmen. Mit dürren Worten bestätigte ein Sprecher des Konzerns am Wochenende den Weggang Mark Papermasters, der erst 2009 von IBM zu Apple gestoßen war. Die Personalie zeigt, dass Apple-Chef Steve Jobs von den technischem Problemen und dem damit verbundenen Imageverlust tiefer getroffen ist, als er öffentlich bisher zugeben wollte. Und der Wechsel kommt zu einer schwierigen Zeit für das kalifornische Unternehmen: Denn der Rivale Google zieht mit seinem Handy-Betriebsystem Android in den Verkaufscharts an Apple vorbei.

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Eine Begründung für den Abgang Papermasters gibt es aus dem Headquarter im kalifornischen Cupertino nicht. Allerdings wird ihm die Verantwortung für die Antennenprobleme des iPhone 4 angelastet (was aber laut Wall Street Journal nicht der einzige Grund sein soll). Das Handy verliert umgehend an Empfangsstärke, wenn es fest in die Hand genommen wird und so die beiden Antennen an den Außenseiten durch die Haut überbrückt werden. Die Probleme gipfelten darin, dass die mächtige US-Verbraucherorganisation „Consumer Reports“ ihre Kaufempfehlung zurückzog.

Das ist eine Blamage für den Konzern mit seinem Anspruch auf Perfektion. Als Steve Jobs auf einer Pressekonferenz die Wogen zu glätten versuchte („Wir sind nicht perfekt“), fehlte einer auf der Bühne: Papermaster. Bei der Vorstellung des Geräts hatte sein Chef ihn noch in den höchsten Tönen gelobt. Statt Papermaster stand Bob Mansfield, Chef der Mac-Division, mit Jobs auf der Bühne. Er übernimmt nun den Job des Hardwarechefs. John Gruber, Autor des Blogs Daring Fireball, will aus „internen Quellen“ erfahren haben, dass Papermaster tatsächlich für die Technik der Antenne verantwortlich war.

Ob er nun gegangen ist, gefeuert wurde oder Bauernopfer ist, um Jobs selbst aus der Schusslinie zu nehmen, ist offen. Klar ist, dass der Vorfall ein Schlaglicht auf die angespannte Situation eines Unternehmens wirft, das in nur gut fünfzehn Jahren vom pleitegefährdeten Nischenanbieter zum wertvollsten und mächtigsten High-Tech-Unternehmen der Welt avancierte. Der Börsenwert erreicht fast 240 Mrd. Dollar, die Gewinnausweise springen regelmäßig auf Rekordniveau, das neue iPad kann nicht so schnell produziert werden, wie die Käufer es nachfragen. Apple ist größter Online-Musikhändler der Welt, mit dem Tablet-PC iPad in den E-Bookmarkt eingestiegen und der AppStore ist Nummer eins bei mobilen Software-Downloads. Seit Juli ist Apple mit „iAd“ auch noch als Werbevermarkter tätig. Es sind diese neuen Geschäfte, die Schlagzeilen machen – und schon fragen sich viele Experten: Droht Apple sich auf zu vielen Märkten zu verzetteln?

  • 09.08.2010, 11:12 UhrAnonymer Benutzer: Werner

    Apples Perfektions image existiert sowies nur in den Medien, wenn man langjähriger Apple User ist (was ich bin) weiss man dass Apple immer wieder um das Design zu perfektionieren absolute Gurkengeräte baut, meist können sie es vertuschen, manchmal nicht.
    Die Liste der Probleme ist relativ lang.
    Es gibt bei Apple die goldene Regel, niemals ein Gerät einer neuen Serie sofort zu kaufen sondern immer mehrere Monate zu warten notfalls auf die 2. Revision die ein halbes Jahr später kommt. Diese Regel wird von vielen alt Apple Usern.

    Ad Apple Gurken:

    Apple 3... thermische Probleme weil Steve Jobs auf Lüfterlosigkeit bestand
    Apple Cube... ditto
    Manche Macbook Pro Serien gingen in Flammen auf oder hatten ausfallende Grafikkarten
    Time Capsule, die ersten Serien sind nach 18 Monaten ausgefallen
    Macbook Air... Das Design verursacht nachwievor thermische Probleme, bei den ersten Serien brachen auch die Displays einfach so ab.

    Macbooks... Manche Serien hatten Gehäuseprobleme, das Gehäuse verbog sich oder splitterte
    iPod (siehe Artikel)
    Macbooks... bekamen in den g4 Zeiten DVD Laufwerke spendiert die gerne mal ausgefallen sind
    Zweite Mac Mini Serie... Wifi Adapter ist gerne mal ausgefallen
    iMac... Display Probleme bei den letzten Serien, unbrauchbares Mausdesign bei der 1. Serie

    Die Liste lässt sich so weiterführen, aber wie gesagt man liest davon kaum in den Medien.
    Apple wird ärgerlicherweise oft auch gar nicht aktiv da der bugfix oft die 2. Revision der Geräteserie ist, oder nur wenn sie vor Gericht gezogen werden, und davor gibts kaum bis gar keine info dass etwas im Argen liegt. Zugegeben wenns mal bekannt wird dann werden sie sehr kulant und reparieren dann ohne viel Diskussion, nur kanns relativ lang dauern bis sie mal soweit sind bei einem Fehler (wenn es soweit kommt)

    Letztendlich ist Apples Produktqualität kaum besser als die vom Rest der Welt, sie haben nur den Nimbus dass sie viel besser wären und sie verlangen im Regelfall signifikant mehr für die Geräte was dann doppelt weh tut wenn man im Regen stehen gelassen wird.

    Oder anders formuliert, sie bauen Fehler wie jeder Andere auch, verlangen aber mehr Geld und sind teilweise oft schlechter in der Öffentlichkeitsarbeit wenn es um Schadensbegrenzung geht weil erstmal Monate bis Jahrelang schweigen herrscht!

    Wenn die Geräte aber aus einer Serie stammen die gut funktioniert, dann sind sie meist auch wirklich gut und gehören idr zum besten was man bekommen kann.
    Nur wie gesagt das auszuloten dazu gehört erstmal abwarten zu können da die Chancen auf Gurken bei Apple sehr hoch sind.

  • 09.08.2010, 10:35 UhrAnonymer Benutzer: Wolfi

    lt. insiderinfos wird Apple vermutlich in den nächsten Wochen insolvenzanstrag stellen müssen, die Lage ist so ernst, da ist nichts mehr zu retten
    komisch nur, dass Microsoft noch existiert, die haben auch nicht weniger Dreck am Stecken

  • 09.08.2010, 08:59 UhrAnonymer Benutzer: Herr Sonsdorf

    Das "makellose image" hatte Apple nur bei Medien und Anhängern. Alle anderen wissen sehr genau, was von den Apple-Produkten und insbesondere von den geradezu fanatisch-restriktiven Vorgaben des Konzerns zu halten ist.

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