IPO könnte eine Milliarde bringen
Symrise rüstet sich für Börsengang

Noch in diesem Jahr will der vom schwedischen Finanzinvestor EQT kontrollierte deutsche Aromenhersteller Symrise nach Angaben aus Finanzkreisen den Sprung an die Börse wagen. Dadurch soll rund eine Milliarde Euro in die Kassen gespült werden.

HB FRANKFURT. „Die Vorbereitungen für einen Börsengang noch in diesem Jahr laufen auf Hochtouren“, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Finanzkreisen. Als realistischen Zeitraum nannte ein Insider November beziehungsweise Anfang Dezember. „Oktober ist definitiv zu früh“, sagte eine andere mit dem Vorgang vertraute Person. Mit Symrise würde nach Wacker Chemie ein weitere Gesellschaft aus dem Chemiesektor in diesem Jahr den Gang an den Kapitalmarkt wagen. Der lange als Börsenkandidat gehandelte Spezialchemiekonzern Cognis hatte seine IPO-Pläne am Montag auf unbestimmte Zeit verschoben.

In Finanzkreisen wird bei Symrise ein Emissionsvolumen von rund einer Milliarde Euro als realistisch angesehen. „Das wird ein großes Ding“, sagte ein Vertrauter. Allerdings seien noch keine formalen Entscheidungen getroffen worden. „Es ist nichts in Stein gemeißelt.“

Neben der Abgabe von Aktien der Altgesellschafter ist den Kreisen zufolge auch eine Kapitalerhöhung vorgesehen. Damit könne Symrise seine Schulden senken oder weiteres Wachstum finanzieren, hieß es. EQT, die rund 80 Prozent der Symrise-Anteile halten, lehnte eine Stellungnahme ab. Vor wenigen Tagen hatte ein EQT-Sprecher gesagt: „Das IPO ist momentan in einer sehr frühen Vorbereitungsphase.“ Eine Börsennotierung würde Symrise weiteres Kapital verschaffen und helfen, die weiteren Wachstumspläne umzusetzen. Als Berater hat sich EQT die Deutsche Bank und UBS ins Boot geholt.

EQT hatte 2002 die Bayer-Tochter Haarmann & Reimer übernommen und mit dem Familienunternehmen Dragoco zu Symrise verschmolzen. Der Börsenkandidat mit Sitz im niedersächsischen Holzminden zählt mit rund 5000 Mitarbeitern und 1,15 Mrd. Euro Umsatz zu den vier größten Herstellern von Geschmacksstoffen weltweit. Die zum Imperium der Industriellenfamilie Wallenberg gehörende EQT war Ende 2005 in Deutschland durch die milliardenschwere Übernahme der DaimlerChrysler-Tochter MTU Friedrichshafen in die Schlagzeilen geraten.

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