Irak
Pharma-Konzerne sollen Schmiergeld gezahlt haben

Gleich zwei britische Pharma-Konzerne sollen gegen die Auflagen des Oil-for-Food-Programms verstoßen haben. Die Behörden haben die Ermittlungen bereits aufgenommen.

HB LONDON. Die britischen Behörden ermitteln gegen die Pharma-Konzerne GlaxoSmithKline und AstraZeneca wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen im Irak. Die beiden britischen Unternehmen teilten am Sonntag mit, das für schwere Betrugsfälle zuständige Büro habe vertrauliche Unterlagen angefordert. Die Firmen wiesen die Vorwürfe zurück und sagten eine umfassende Zusammenarbeit mit den Ermittlern zu.

Die Behörde geht den Angaben zufolge Vorwürfen nach, wonach GlaxoSmithKline und AstraZeneca gegen Sanktionsregeln des Oil-for-Food-Programms verstoßen haben sollen. Mit dem Programm hatte die internationale Staatengemeinschaft der Regierung unter Saddam Hussein nach dem Irak-Krieg Anfang der 1990er Jahre erlaubt, beschränkte Mengen an Öl gegen Lebensmittel und Medikamente zu handeln.

In einer Untersuchung der Vereinten Nationen war bereits 2005 ans Licht gekommen, dass weltweit mehr als 2200 Firmen gegen das Programm verstoßen und den irakischen Behörden Schmiergeld für lukrative Aufträge bezahlt hatten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%