Italien kritisiert Nestle
Verunreinigte Babymilch wird zum Zankapfel

Das Verhalten von Nestle im Skandal um verunreinigte Babymilch sei inakzeptabel, wettert die italienische Regierung. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern selber spricht hingegen vom Sturm im Wasserglas. Die EU-Kommission sieht durch die Panne zumindest keine Gefahr für Menschen.

HB ROM. Italiens Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno sagte am Mittwoch in Rom, die Äußerungen von Konzern-Chef Peter Brabeck in diesem Zusammenhang seien gravierend und peinlich. Die Behörden müssten die Affäre vollständig aufklären, forderte er. Brabeck hatte den Rückruf von Babymilch in Italien und anderen EU-Ländern abgetan. „Es ist ein Sturm im Wasserglas“, sagte der Nestle-Chef auf einer Veranstaltung in Zürich. Es gebe keine Risiken für die Bevölkerung. Auch die EU-Kommission bezeichnete Gesundheitsgefahren durch die verunreinigte Säuglingsnahrung als unwahrscheinlich.

Es sei die Pflicht der betroffenen Unternehmen, die verunreinigte Milch unverzüglich und ohne Ausflüchte vom Markt zu nehmen, sagte Alemanno. „Wir wollen keine Marken diskreditieren, aber das Vertrauen der Verbraucher hängt vom korrekten und transparenten Verhalten der Produzenten ab.“ Die italienische Polizei hatte am Dienstag nach Behördenangaben 30 Mill. Liter Babymilch beschlagnahmt, da Spuren einer Verpackungssubstanz darin nachgewiesen wurden. Brabeck zufolge geht es dabei lediglich um rund zwei Mill. Liter Babymilch des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns, die in Italien zurückgerufen werden müssten. Auch in Frankreich, Spanien und Portugal ruft Nestle Babymilch zurück. Für Deutschland gab die Bundesregierung am Dienstag Entwarnung.

Nestle hingegen betont, es gebe keine Risiken für die Bevölkerung. Auch die EU-Kommission bezeichnete Gesundheitsgefahren durch die verunreinigte Säuglingsnahrung als unwahrscheinlich. Brabeck sagte zudem, der Rückruf habe keine negativen Folgen für die Ergebnisse seines Unternehmens.

Die italienische Polizei hatte am Vortag nach Behördenangaben 30 Mill. Liter Babymilch beschlagnahmt, da Spuren einer Verpackungssubstanz darin nachgewiesen wurden. Brabeck zufolge geht es dabei lediglich um rund zwei Mill. Liter Babymilch des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns, die in Italien zurückgerufen werden müssten.

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