Italienischer Stromversorger
Korruptionsermittlungen gegen Enel-Chef

Die römische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den ägyptischen Großunternehmer Naguib Sawiris und den Geschäftsführer des Stromversorgers Enel, Fulvio Conti, aufgenommen. Den beiden Managern wird Medienberichten zufolge Korruption vorgeworfen.

HB ROM. Der Ägypter Sawiris ist der Präsident der Telekom -Gruppe Orascom und hatte im Jahr 2005 den Mobilfunkbetreiber Wind von der Enel -Gruppe übernommen. Um den Zuschlag zu bekommen, soll Sawiris Schmiergelder in Höhe von 97 Mill. Euro an Conti und andere Manager bezahlt haben, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Freitag.

Sawiris soll die Enel -Geschäftsführung und andere zuständige Manager dafür bezahlt haben, Informationen über das Konkurrenz-Angebot für die Wind-Übernahme des US-Finanzinvestors Blackstone zu erhalten. Die von Sawiris kontrollierte Gesellschaft Weather Investments hatte schließlich für rund 12,5 Mrd. Euro den Zuschlag bekommen.

Die Polizei nahm am Donnerstagabend Durchsuchungen in Rom, Mailand und London vor. Ein im Mai 2007 ausgestrahlter TV-Bericht, der Bedenken am Wind-Verkauf an Orascom geäußert hatte, hatte die Polizei-Aktion ausgelöst.

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