IWKA
„Der Löschvorgang ist abgeschlossen“

Es gibt angenehmere Posten als den des Aufsichtsratsvorsitzenden bei IWKA. Rolf Bartke hat alle Hände voll zu tun, um Ruhe in den angeschlagenen Karlsruher Anlagen- und Maschinenbauer zu bringen. Bisher nur mit mäßigem Erfolg. Seit dem Einstieg des aggressiven US-Investors Guy Wyser-Pratte vor drei Jahren kommt IWKA nicht zur Ruhe.

DÜSSELDORF. Häufige Vorstandswechsel, Austausch der Vertreter der Kapitalseite im Aufsichtsrat, ständig neue Meldungen über unerwartete Verluste und Querelen in Vorstand, Aufsichtsrat und mit den Arbeitnehmern bestimmen die Diskussion. Vor der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag kochten die Spekulationen derart hoch, dass Bartke den Aufsehern mit ihren offensichtlich höchst unterschiedlichen Interessen einen Maulkorb verordnete und jetzt selbst die Diskussion bestimmen und beruhigen will.

Querelen? „Wir haben Diskussionen im Aufsichtsrat aber keine Querelen“, beteuert Bartke, der ehemalige Leiter der Transportersparte bei Daimler-Chrysler, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Unruhe durch Wyser-Pratte? „Wir haben in ihm einen stabilen Investor“, sagt Bartke. „Er ist kein Buhmann, sondern begleitet das Unternehmen hervorragend.“

Auch die Bestellung des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Wolfgang-Dietrich Hein noch durch den alten, inzwischen größtenteils ausgetauschten Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsratschef nicht als Problem. Die Kapitalseite hatte im Frühjahr vergangenen Jahres ihren Rücktritt erklärt, vor der Wahl des neuen Aufsichtsrates aber schnell noch Hein als Vorstandsvorsitzenden installiert – gegen den Willen des größten Aktionärs Wyser-Pratte. Seitdem ist das Verhältnis zwischen Hein und dem Amerikaner gespannt.

„Der alte Aufsichtsrat konnte mit der Bestellung nicht sechs Monate warten“, sagt Bartke. Deshalb habe Hein allerdings nur einen Vertrag über drei Jahre mit jährlicher Abberufungsmöglichkeit. „Hein wurde als Sanierer geholt. Er hat es geschafft. Der Löschvorgang im Unternehmen ist abgeschlossen“, sagt Bartke. Als letzte Firma von der aktuellen Verkaufsliste hat IWKA am gestrigen Dienstag die Aro-Gruppe verkauft.

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