Industrie
Iwka leitet Sanierungsmaßnahmen ein

dpa-afx KARLSRUHE. Der Preisdruck in der Autoindustrie hat beim Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer Iwka im zweiten Quartal zu roten Zahlen geführt. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel ein Minus von 2,1 Mill. Euro an. Im Vorjahr hatte es noch einen Gewinn von 31,3 Mill. Euro gegeben. Der Umsatz ging deutlich von 545,2 auf 486,3 Mill. Euro zurück. Der Konzernverlust betrug 4,2 Mill. Euro (Vj: +14,3 Mio).

Wegen der angespannten Lage kündigte Iwka an, die Komplexität des Unternehmens zu reduzieren und das Portfolio zu bereinigen. "Nachhaltig unrentable Produktbereiche stehen dabei im Vordergrund der Aktivitäten." Das Sanierungsprogramm soll bis Ende 2006 umgesetzt sein. 2007 solle die Ertragskraft wieder auf dem Niveau des Jahres 2004 liegen.

Im zweiten Quartal legte der Auftragseingang um 14,5 Prozent auf 553,2 Mill. Euro zu. Im ersten Halbjahr schrumpfte dieser jedoch von 1,204 auf 1,132 Mrd. Euro, der Umsatz von 982,8 auf 912,8 Mill. Euro. Operativ fiel Iwka in den ersten sechs Monaten beim Ebit mit 0,8 Mill. Euro leicht ins Minus (Vj: +40,6 Mio). Der Konzernüberschuss erreichte zwischen Januar und Juni noch 9,0 (15,8) Mill. Euro.

Zur Sanierungsstrategie hieß es, als erstes werde die EX-Cell-O Gruppe überprüft. Alle "unternehmerischen Optionen" seien möglich. Dies könne zu Ergebnisbelastungen in zweistelliger Millionenhöhe führen, berichtete der Konzern. Insgesamt habe sich die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2005 weiter verschlechtert, die Geschäftsbereiche Automobiltechnik und Robotertechnik könnten die Vorjahreswerte nicht erreichen.

Daher werde im Iwka Konzern im Gesamtjahr die Ebit Marge bei nur etwa zwei Prozent der Umsatzerlöse liegen. Angesichts der vielfältigen Probleme werde es schwer, im "Geschäftsjahr 2005 positive Jahresergebnisse zu erreichen", hieß es./tb/

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