Jagd auf Branchenprimus Pfizer
US-Pharmakonzerne unter Druck

Die amerikanischen Pharmaunternehmen kommen sich immer mehr ins Gehege. Angesichts auslaufender Patente für Spitzenmedikamente und der Ebbe bei der Erforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel wird der Markt enger.

tor NEW YORK. Beflügelt vom Verkaufsschlager und Anti-Cholesterinmittel Lipitor, hat Branchenführer Pfizer im Kampf um die Kundschaft die Nase allerdings noch vorn. Der weltgrößte Pharmakonzern meldet für das zweite Quartal 2,86 Mrd. Dollar Reingewinn. Im Vorjahresquartal verbuchte Pfizer nach der Übernahme von Pharmacia noch 3,59 Mrd. Dollar außerordentlichen Verlust. Der Umsatz wuchs – auch dank Pharmacia – um 24 Prozent auf 12,3 Mrd. Dollar. „Die Ergebnisse zeigen unsere Stabilität in einem dynamischen Markt“, sagte Pfizer-Chef Hank McKinnell.

Doch Merck und Schering- Plough wollen mit ihrem neuen, gemeinsam vermarkteten Anti-Cholesterinmittel Vytorin aufholen. In Mexiko und Deutschland ist das Arzneimittel bereits zugelassen. In den USA erwarten Analysten noch diese Woche grünes Licht von der Food and Drug Administration und schätzen das jährliche Umsatzpotenzial auf 3,5 Mrd. Dollar ab 2008.

Dass Merck und Schering-Plough im Revier von Lipitor wildern, hat seinen Grund. Denn beide Wettbewerber können sich im Gegensatz zu Pfizer derzeit nicht auf starke Blockbuster stützen. Bei Merck ging der Gewinn leicht zurück, Schering- Plough meldete gar einen Verlust.

Bei Merck sank der Umsatz des Schmerzmittels Vioxx um 18 Prozent auf 653 Mill. Dollar. Grund: Der Großhandel hat bereits im vergangenen Jahr seine Läger gefüllt. Der Bestseller Zocor – ebenfalls ein Cholesterinsenker – legte zwar noch einmal 12 Prozent auf 1,37 Mrd. Dollar Umsatz zu. In zwei Jahren verliert Merck jedoch die exklusiven Marketingrechte für Zocor in den USA.

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