Jahresabsatzziel rückt dennoch in weite Ferne
BMW erwartet Aufwärtstrend bei Rolls-Royce

BMW-Chef Helmut Panke rechnet für die konzerneigene Nobelmarke Rolls-Royce im Oktober mit steigenden Absätzen im Vergleich zum Vormonat. Erst Anfang der Woche hatte BMW verkündet, dass Rolls-Royce-Chef Karl-Heinz Kalbfell das Unternehmen verlässt. Offenbar kam das überraschend.

HB MAILAND: Der Trend gehe „stark aufwärts“, sagte der Chef des Münchener Autobauers am Mittwoch in Mailand über die Absatzerwartungen der Marke Rolls-Royce. Für das kommende Jahr geht Panke von einer deutlichen Aufwertung des Dollar aus. „Wir erwarten, dass der Dollar bis Ende 2005 deutlich stärker sein wird, als er es jetzt ist.“ Ein schwächerer Euro-Wechselkurs - und somit ein stärkerer Dollar - wirkt sich positiv für die deutsche Exportwirtschaft aus.

BMW ist für das kommende Jahr in seinen ausländischen Währungen zu rund einem Drittel gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Analysten hatten befürchtet, ein starker Euro könne die Gewinne des Autokonzerns schmälern. Panke betonte, die Wechselkursschwankungen würden keinen Effekt auf die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres haben. BMW verkauft etwa ein Viertel seiner Fahrzeuge in den USA.

Kalbfell neuer Alfa-Boss?

Anfang der Woche hatte der Mutterkonzern BMW verkündet, dass Rolls-Royce-Chef Karl-Heinz Kalbfell das Unternehmen verlassen werde. „Ich muss zugeben, wir waren sehr überrascht über seine Entscheidung, BMW zu verlassen“, sagte Panke. Derzeit werde nach einem Nachfolger Ausschau gehalten. In der Branche wird damit gerechnet, dass Kalbfell Chef zu der zum Fiat-Konzern gehörenden Automarke Alfa Romeo werde.

Die Verkäufe von Rolls-Royce ließen es bislang als schwierig erscheinen, das Jahresabsatzziel von 1000 Fahrzeugen des Luxus-Modells Phantom zu erreichen. Kalbfell hatte aber große Hoffnungen in die beiden letzten Monate des Jahres gesetzt. Von Januar bis September hatte Rolls-Royce 485 Fahrzeuge abgesetzt. Für das kommende Jahr peilt BMW den Verkauf von 1200 Phantom an. Auch die Konkurrenten Daimler-Chrysler und Volkswagen haben mit den Marken Maybach und Bentley Fahrzeuge im Top-Luxus-Segment auf dem Markt.

Die BMW-Aktie ging am Mittwoch 1,29 Prozent tiefer bei 33,56 Euro aus dem Handel.

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