Jahresbilanz: Abschied vom Garten füllt Kassen bei Electrolux

Jahresbilanz
Abschied vom Garten füllt Kassen bei Electrolux

Der schwedische Haushaltswaren-Konzern Electrolux hat seinen Gewinn 2006 mehr als verdoppelt. Der Hersteller von Staubsaugern, Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränken verdient zwar auch im Kerngeschäft, aber in diesem Jahr profitierte das Unternehmen vor allem vom Abschied vom Garten.

HB STOCKHOLM. Im Jahr nach der Ende 2005 beschlossenen Schließung der deutschen Tochter AEG in Nürnberg und anderer Produktionsstätten in Westeuropa stieg der Nettogewinn auf 3,85 Mrd. Kronen (rd. 420 Mio Euro) gegenüber 1,76 Mrd. Kronen im Vorjahr. Allerdings hatte Electrolux im vorigen Sommer die besonders ertragreiche Sparte für Gartengeräte unter dem Namen Husqvarna aus dem Gesamtkonzern ausgegliedert. Ohne diesen Effekt sei der Gewinn um 17,5 Prozent auf 3,1 Mrd. Kronen gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mit. Der Umsatz stieg auf dieser Vergleichsbasis um 3,1 Prozent auf 103,8 Mrd. Kronen.

Die Electrolux-Aktie kletterte nach Bekanntgabe der Bilanz um 15,8 Prozent auf 161,50 Kronen. Als ausschlaggebend dafür galt ein starkes viertes Quartal. Der schwedische Konzern konnte hier trotz spürbar höherer Rohstoffpreise ein Plus von 1,4 Mrd. Kronen gegenüber Verlusten von 627 Mill. Kronen im Vergleichszeitraum 2005 einfahren. Vorstandschef Hans Straberg sagte über die Aussichten für das laufende Jahr: „Vieles spricht dafür, dass 2007 ähnlich laufen wird wie das letzte Jahr.“

Unmittelbar vor Bekanntgabe der Jahresbilanz wurde die Wahl von Marcus Wallenberg zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden als Nachfolger von Michael Treschow angekündigt. Die Wallenberg-Familie hält 27,6 Prozent der Stimmrechtsanteile. Die 1 700 AEG-Beschäftigten in Nürnberg hatten sich gegen das drohende Ende der Produktion mit einem mehrmonatigen Streik gewehrt. Das Werk wird Ende März endgültig geschlossen.

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