Jahresbilanz
Börse feiert BASF

Die Aktionäre des weltgrößten Chemiekonzerns können sich freuen: Denn neben der angekündigten Dividendenerhöhung von zwei auf drei Euro hat BASF weitere Nachrichten verkündet, die der Aktie Aufwind geben. Zu dem Erfolgskurs trug auch ein Übernahmekrimi aus den vergangenen Jahr bei.

DÜSSELDORF. Der Konzern wird sein umfangreiches Aktienrückkauf-Programm noch einmal deutlich ausbauen. Zudem geben blendende Aussichten für das laufende Jahr den BASF-Papierne zusätzlichen Schub. Damit unterstreichen die Ludwigshafener ihre Ausnahmestellung in der Chemieindustrie, nachdem veröffentlichte Zahlen der Konkurrenz in den vergangenen Tagen eher ein Ende des Chemiebooms signalisierten. „Die Qualität der BASF-Ergebnisse für 2006 ist nach unserer Einschätzung exzellent“, urteilt WestLB-Analyst Harald Gruber.

Vor allem den Aktienrückkauf in der angekündigten Höhe hatte niemand erwartet. Die Aktie lag zwischenzeitlich knapp sechs Prozent im Plus und notiert jetzt bei mehr als 80 Euro.

Im vergangenen Jahr hat BASF bereits für eine Milliarde Euro eigene Aktien vom Markt genommen, nun sollen noch einmal drei Milliarden ausgegeben werden. Das alles trieb den Aktienkurs gleich in den ersten Handelsminuten um sechs Prozent auf 80,36 Euro und gab zugleich dem Dax eine Richtung wieder auf die 7000-Punkte-Marke.

2006 hat BASF das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen um 18 Prozent auf rund 7,3 Mrd. Euro gesteigert. Der Umsatz stieg um knapp ein Viertel und überschritt mit 52,6 Mrd. Euro erstmals die Schwelle von 50 Mrd. Das ist aber vor allem auf die Zukäufe von Engelhard und der Bauchemie von Degussa zurückzuführen. Zudem hat BASF mit 2,1 Mrd. Euro erneut eine hohe Prämie auf die Kapitalkosten erzielt und ist stärker als der Markt gewachsen. Der Konzern beschäftigt inzwischen weltweit 95 000 Mitarbeiter.

Auch die Entwicklung des Jahres 2007 wertet Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht positiv: „Wir wollen unsere Position als das führende Chemieunternehmen der Welt ausbauen.“ Neben den neuen Geschäftsfeldern verweist der BASF-Chef vor allem auf die deutlich erweiterten Forschungsaktivitäten. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen 2007 um zehn Prozent auf 1,4 Mrd. Euro erhöht werden, kündigte Hambrecht an. 2006 wurden sie bereits um zwanzig Prozent angehoben.

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