Jahresbilanz: Conti weiter auf Rekordjagd

Jahresbilanz
Conti weiter auf Rekordjagd

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat zum fünften Mal in Folge einen Rekordgewinn erzielt, von dem auch für die Aktionäre etwas abfällt. Mit diesem Finanzpolster ist der Reifenhersteller weiter auf Akquisitionskurs. Für Pkw-Fahrer hält Conti eine weniger gute Nachricht bereit.

HB FRANKFURT. Für 2006 sollen die Aktionäre eine auf zwei Euro verdoppelte Dividende erhalten, wie Conti am Donnerstag mitteilte.

Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte der Konzern auf 1,601 (Vorjahr 1,507) Mrd. Euro. Vor Sondereffekten legte das operative Ergebnis auf 1,682 (1,581) Mrd. Euro zu. Nach Steuern habe sich der Gewinn um 5,6 Prozent auf 982 Mill Euro erhöht. Der Umsatz kletterte auf 14,88 (13,8) Mrd. Euro. Umsatztreiber war erneut die Sparte Automotive Systems (CAS), die elektronische Brems- und Stabilisierungsprogramme (ABS und ESP) herstellt. Die von Motorola übernommene Autoelektronik trug 528,4 Mill. Euro zum Umsatz bei.

2007 will Conti den Umsatz allein durch die von Motorola übernommene Autoelektroniksparte deutlich steigern. „Darüberhinaus erwarten wir auch organisches Wachstum von mindestens fünf Prozent“, sagte Conti-Chef Manfred Wennemer am Donnerstag in Frankfurt bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen. Zukäufe stünden weiterhin auf der Tagesordnung. Wennemer bekräftigte das Interesse an der Autoelektroniksparte VDO von Siemens, nannte aber keine Details über den Stand der Gespräche.

Im abgelaufenen Jahr erzielte Conti in der traditionellen Sparte Pkw-Reifen einen Umsatz von 4,69 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 5,6 Prozent. Vor allem in Nordamerika sei es aber nicht gelungen, die um 169 Mill. Euro gestiegenen Rohstoffpreise in ausreichendem Maße auf die Kunden umzulegen, sagte Wennemer.

Insgesamt will Conti die Preise für Pkw-Reifen um drei bis fünf Prozent erhöhen. Die Preise würden in diesem Jahr je nach Produkt angehoben, sagte Conti-Chef Manfred Wennemer am Donnerstag in Frankfurt. Wegen hoher Rohstoffkosten bestehe Nachholbedarf. Der hannoversche Konzern hatte zuletzt die höheren Kosten außer in Nordamerika mehrfach auf die Kunden überwälzt.

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