Jahresbilanz
Inbev verdient mit „Frauenbieren“

Echte Biertrinker schauen solche „Frauenbiere“ ja nur verächtlich an. Für Inbev aber sind Variationen wie „Beck's Gold“ und „Beck's Green Lemon“ wahre Goldgruben. Damit legte die deutsche Biermarke schneller zu als die anderen Marken des Inbev-Imperiums.

HB BRÜSSEL. Der Siegeszug neuer Beck's-Variationen wie „Beck's Gold“ und „Beck's Green Lemon“ lässt beim weltgrößten Bierbrauer Inbev die Gewinne sprudeln. Weltweit wurde im WM-Jahr 2006 rund 14 Prozent mehr Beck's getrunken als ein Jahr zuvor, wie Inbev am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Damit legte die weltweit größte deutsche Biermarke deutlich schneller zu als die wichtigsten anderen Inbev-Marken Stella Artois, Leffe und Brahma. Innerhalb Deutschlands gewannen auch Hasseröder und Franziskaner hinzu, das ebenfalls den Belgiern gehörende Altbier Diebels dagegen setzte seinen Sinkflug fort.

Auch dank des rasanten Wachstums in Osteuropa und Lateinamerika sowie eines Sparprogramms in Westeuropa verdiente Inbev deutlich mehr: Der 2004 aus der Fusion von Interbrew und Ambev hervorgegangene Konzern steigerte seinen Gewinn 2006 um knapp 17 Prozent auf 4,24 Mrd. Euro. Der Umsatz legte um fast acht Prozent auf 13,32 Mrd. Dollar zu. Damit verwandelte der Biergigant fast ein Drittel seiner Einnahmen in Gewinn. Die Geschäfte liefen damit besser als Börsianer erwartet hatten - die Aktie kletterte um drei Prozent.

Beck's wird in 120 Ländern der Erde verkauft. Der Beck's-Absatz legte hierzulande im WM-Jahr knapp zwölf Prozent zu. Damit steigerte die Marke ihren Marktanteil auf 3,6 Prozent. Der wichtigste Produktionsstandort ist weiterhin die Brauerei in Bremen - die größte Inbev-Brauerei außerhalb Südamerikas. Beck's wird mittlerweile jedoch weltweit gebraut - etwa in der Türkei und in China. Inbev beschäftigt in Deutschland insgesamt rund 3200 Mitarbeiter.

Der Konzern insgesamt verkaufte hierzulande lediglich 0,2 Prozent mehr. In Westeuropa ging der Umsatz sogar insgesamt um 0,5 Prozent zurück. Deshalb drückte der Konzern in Westeuropa zuletzt auf die Kostenbremse und sparte hier im vergangenen Jahr 118 Mill. Euro ein. Für Inbev gewinnen Schwellenländer weiter rasant an Bedeutung: In Lateinamerika verkauften die Belgier 2006 knapp sieben Prozent mehr Getränke, in Zentral- und Osteuropa sogar gut zwölf Prozent mehr.

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