Jahresbilanz
Konzernumbau bei Jenoptik zeigt Wirkung

Der Thüringer Technologiekonzern Jenoptik hat nach dem radikalen Konzernumbau das Jahr 2006 mit einem kräftigen Gewinnsprung abgeschlossen. Der Konzern hat auch schon Pläne, was mit dem Gewinn passieren soll.

HB JENA. Das Ergebnis nach Steuern in den fortgeführten Geschäftsbereichen konnte von 4,0 Mill. Euro auf 16,1 Mill. Euro vervierfacht werden, wie der Vorstandschef des Technologiekonzerns, Alexander von Witzleben, am Donnerstag in Jena sagte. Der Umsatz stieg um 18,3 Prozent auf 485,1 Mill. Euro und soll künftig weiter mit durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr wachsen.

Die Nettoverschuldung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 45,9 Prozent auf 203,0 Mill. Euro reduziert werden. Die Beschäftigtenzahl des Jenoptik-Konzerns stieg um rund 350 Mitarbeiter auf knapp 3 200. Im Vordergrund stehe aber die Erhöhung des Gewinns. Jenoptik hatte sich im vorigen Jahr zur Steigerung seiner Ertragskraft von dem Anlagenbauer M+W Zander getrennt und damit fast drei Viertel seiner Umsätze aufgegeben.

„Wir haben 2006 bei allem Wort gehalten, was wir im April des Jahres angekündigt haben, teilweise haben wir unsere Prognosen übererfüllt“, sagte von Witzleben, der ab 1. Juli zum Duisburger Familienkonzern Haniel wechselt. Sein Nachfolger wird der Jenoptik-Manager Michael Mertin, der im Oktober zu dem Jenaer Unternehmen gekommen war.

Neben den guten Geschäftszahlen sei 2006 auch eines der ereignisreichsten Geschäftsjahre in der 16-jährigen Geschichte des Jenoptik-Konzerns gewesen, sagte von Witzleben. „Mit dem Verkauf von M+W Zander, der Reduzierung der Anteile an der Deutschen Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG (DEWB) auf 11,13 Prozent sowie dem für uns erfolgreichen Ausgang zweier Rechtsstreite haben wir bis heute nahezu alle wesentlichen Themen abschließen können.“

Gewinne sollen künftig zunächst vorwiegend in den Ausbau des Technologie- und Produktportfolios und somit für das weitere Wachstum des Konzerns reinvestiert werden, teilte Jenoptik weiter mit.

Der künftige Vorstandschef Michael Mertin sagte, mittelfristig peile er einen Umsatz von einer Milliarde Euro bei gleichzeitig steigender Profitabilität an. Angestrebt werde mittelfristig eine Rendite vor Zinsen und Steuern von neun bis zehn Prozent. Vorerst plant Jenoptik auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres, als die Kennziffer bei knapp acht Prozent lag. Der derzeitige Technologievorstand Mertin wird Anfang Juli die Nachfolge von von Witzleben antreten, der zum Haniel-Konzern wechselt.

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