Jahresbilanz
Lanxess mit starker Gewinnprognose

Kunststoffe und synthetischer Kautschuk sind gefragt, davon profitiert der Chemiekonzern Lanxess: „Die Auftragsbücher sind voll. Und unsere Anlagen sind sehr gut ausgelastet“, erklärte Konzernchef Axel Heitmann am Donnerstag.
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Leverkusen Für dieses Jahr peilt der weltgrößte Hersteller von künstlichem Kautschuk weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn an. Das erste Quartal laufe besser als das bereits sehr gute erste Quartal im vergangenen Jahr. „Wir gehen davon aus, auch in diesem Jahr stärker als der Markt zu wachsen.“

Auch die Aktionäre sollen von den guten Geschäften profitieren: Ihnen versprach das Management eine satte Erhöhung der Dividende auf 70 (Vorjahr: 50) Cent. Heitmann erwartet, dass die Weltwirtschaft und die Chemiebranche in diesem Jahr weiter wachsen werden - allerdings nicht mehr so stark wie im Boomjahr 2010, das von der Aufholjagd nach der Konjunkturkrise geprägt war. Die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika würden wie zuletzt das Zugpferd sein. Lanxess nimmt in diesem Jahr unter anderem neue Anlagen in Indien und China in Betrieb. Heitmann verspricht sich davon zusätzliches Wachstum.

Sorgen machen dem Konzern allerdings die steigenden Rohstoffpreise. An der Börse konnte Lanxess zunächst nicht punkten: Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie verlor gegen den Trend 0,4 Prozent. Der Ausblick 2011 liefere für die Aktie kein Potenzial nach oben, kommentierte das Brokerhaus Equinet.

Bestes Ergebnis seit Abspaltung von Bayer

Beflügelt von der Konjunkturerholung erwirtschaftete Lanxess im vergangenen Jahr das beste Ergebnis seit der Abspaltung von Bayer und dem Börsengang Anfang 2005. Der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdoppelte sich 2010 auf 918 Millionen Euro nahezu. Im vierten Quartal standen 172 Millionen Euro zu Buche, was etwas über den Analystenschätzungen lag. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 7,1 Milliarden Euro - ein Plus von 41 Prozent, der Überschuss hat sich mit 379 Millionen fast verzehnfacht.

Auch bei der operativen Rendite (bereinigte Ebitda-Marge), legte Lanxess kräftig zu: Sie stieg auf 12,9 Prozent nach 9,2 Prozent vor Jahresfrist. Lanxess peilt für das Jahr 2015 einen bereinigten operativen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro an. Hierzu sei das Unternehmen auf gutem Weg, erklärte Heitmann. Lanxess will dies hauptsächlich aus eigener Kraft erreichen. Allerdings schaut sich der Konzern auch nach Zukäufen um. Dabei ist das Radar vor allem auf kleinere und mittelgroße Unternehmen ausgerichtet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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