Jahresbilanz SUV-Offensive soll BMW weitere Rekorde bescheren

BMW rechnet trotz kräftiger Investitionen auch in diesem Jahr mit einem Rekordgewinn. Dafür sollen vor allem die neuen SUV-Modelle sorgen.
Update: 21.03.2018 - 10:38 Uhr Kommentieren
BMW: SUV-Offensive soll dem Autobauer weitere Rekorde bescheren Quelle: dpa
BMW

Der Autobauer will 2018 erneut einen Gewinnrekord aufstellen.

(Foto: dpa)

MünchenTrotz kräftig steigender Investitionen hat BMW auch für das laufende Jahr überraschend einen Gewinn vor Steuern auf dem Rekordniveau des vergangenen Jahres in Aussicht gestellt. Vorstandschef Harald Krüger sagte am Mittwoch in München: „Wir erhöhen 2018 nochmals die Schlagzahl und streben das neunte Rekordjahr in Folge an.“ Wichtigster Treiber sollen die neuen SUV-Modelle sein.

Im vergangenen Jahr hatte BMW die Auslieferungen um 4 Prozent auf 2,5 Millionen Autos gesteigert. Der Umsatz wuchs um 5 Prozent auf fast 99 Milliarden, das Ergebnis vor Steuern um 10 Prozent auf 10,66 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 8,7 Milliarden Euro Gewinn.

Für das laufende Jahr kündigte Krüger einen leichten Zuwachs bei Absatz und Umsatz an. Obwohl die Investitionen für Elektroautos, autonomes Fahren und neue Modelle um fast eine Milliarde auf sieben Milliarden Euro steigen, soll der Gewinn vor Steuern stabil gehalten werden. Bereits 2017 hatte BMW mit 6,1 Milliarden Euro fast eine Milliarde mehr für autonomes Fahren und die E-Mobilität ausgegeben.

Zur Diesel-Debatte äußerte sich der Konzern nur ausweichend. „Unsere Diesel gehören zu den besten der Welt“ erklärte BMW-Chef Krüger bei der Präsentation. Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft München die Zentrale, das Forschungszentrum und ein Werk im österreichischen Steyr wegen des Verdachts der illegalen Manipulation von Abgassystemen durchsucht.

BMW bezeichnete den Einbau einer Software zum Abschalten der Diesel-Abgasreinigung als „Versehen“. Unabhängig davon belastet die Diesel-Debatte in Europa und Nordamerika den Konzern auch finanziell: Die Restwerte beim Wiederverkauf von Leasingfahrzeugen seien 2017 gesunken. BMW habe für die Risiken mehr Geld zurückgestellt, hieß es im Geschäftsbericht. 

Die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) im Kerngeschäft mit Autos will BMW dennoch zwischen acht und zehn Prozent halten. Im vergangenen Jahr war sie mit 8,9 Prozent stabil. Einschließlich des hochprofitablen Gemeinschaftsunternehmens mit Brilliance in China soll die Vorsteuerrendite oberhalb der Schwelle von zehn (10,8) Prozent bleiben.

Beim Nettogewinn profitierte BMW 2017 mit fast einer Milliarde Euro von der US-Steuerreform. Im laufenden und den kommenden Jahren soll die Steuerquote wieder bei den gewohnten rund 30 Prozent liegen.

Das sind die Bestseller von BMW
Platz 10 - Mini Countryman - 84.888 verkaufte Fahrzeuge*
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von BMW macht der Crossover der kleinen Schwester. Der Absatz des Countryman ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen.

*Stand: Gesamtjahr 2017, Quelle: BMW Geschäftsbericht

Platz 9 - BMW 4er - 131.688 verkauft Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der BMW-Modelle macht dieses Mittelklassefahrzeuge Der Absatz ist zwar um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das reicht aber noch für Platz neun.

Platz 8 - BMW X3 - 146.395 verkaufte Fahrzeuge
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Die Konkurrenz im Segment der kompakten SUVs wird immer enger. Durch die Umstellung auf das neue X3-Modell kam es 2017 zu einem Absatzrückgang um 6,8 Prozent.

Platz 7 - BMW X5 - 180.905 verkaufte Fahrzeuge
4 von 10

Der dritte Generation des SUVs bleibt ein Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz des Modells um 8,8 Prozent.

Platz 6 - BMW 2er - 181.113 verkaufte Fahrzeuge
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In der Nomenklatur der Münchener ist der 2er eine der jüngsten Modellreihen. Das Coupé ging im März 2014 an den Start. Nach dem starken Start sanken 2017 die Verkaufszahlen allerdings um knapp acht Prozent.

Platz 5 - Mini Cooper - 194.070 verkaufte Fahrzeuge
6 von 10

Egal welche Generation - der britische Klassiker hat sich längst zu einem der Bestseller der Münchener entwickelt. Im vergangenen Jahr sanken die Verkäufe aber um gut zwei Prozent.

Platz 4 - BMW 1er - 201.968 verkaufte Fahrzeuge
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2017 präsentierte BMW den Kompaktwagen erstmals mit Vorderradantrieb. Der Absatz des Modells stieg im vergangenen Jahr um satte 14,7 Prozent.

Einen kleinen Seitenhieb auf Elektropionier Tesla kann sich BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter bei der Präsentation der Zahlen nicht verkneifen: „Vielleicht beteiligen wir uns nicht am Wettlauf im All. Aber wir liefern, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte Peter bei der Präsentation der Zahlen.

Darüber hinaus reduziere BMW die technische Vielfalt und baue das Angebot bei renditestarken Modellen aus, sagte Finanzvorstand Peter. Der neue SUV X3 soll in den nächsten Monaten nicht mehr nur in den USA, sondern auch in Südafrika und China gebaut werden. Zudem kommen die SUV-Coupés X2 und der X4 sowie der Roadster z4 und der große 8er BMW gerade auf die Märkte.

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