Jahresbilanz
Tesa will Verbrauchergeschäft stärken

Der Klebstoffhersteller Tesa hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Zudem hat sich das zum Beiersdorf-Konzern gehörende Chemieunternehmen spanische Unterstützung zum Ausbau des Verbrauchergeschäftes gesichert. Mit dem Industriegeschäft verdient Tesa bereits exzellent.

beu/HB FRANKFURT/MAIN. Der Umsatz bei Tesa legte wechselkursbereinigt um 8,2 Prozent auf 805 Mill. Euro zu. Damit lag das Wachstum deutlich über der Marktentwicklung von vier Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Überproportional um 18,9 Prozent wuchs auch das Ergebnis (Ebit) auf 73 Mill. Euro. Die Umsatzrendite betrug 9,1 Prozent nach 8,2 Prozent im Jahr 2005.

Der Vorstandsvorsitzende Dieter Steinmeyer sprach von einem guten und erfolgreichen Jahr 2006. „Und 2007 haben wir mit der gleichen Geschwindigkeit begonnen. Wir blicken mit Freude und Zuversicht in die Zukunft.“ Er kündigte Investitionen in Höhe von rund 38 Mill. Euro an, vor allem zur Entwicklung neuartiger Beschichtungstechnologien für besonders anspruchsvolle Produkte im Elektronikbereich und der Medizintechnik.

Mit dem weltweit führenden Anbieter von Klettsystemen, der Velcro Europa S.A. aus Barcelona, hat Tesa eine Vertriebskooperation für ganz Europa abgeschlossen. Ziel ist, unter der gemeinsamen Marke Tesa-Velcro ab Juni im Handel neben Tesa-Selbstklebeartikeln ein 34 Artikel umfassendes Sortiment mit Klettverschluss-Lösungen aufzubauen, vom Heimwerker- bis zum Spezialsortiment, das zusätzlich zu den Tesa-Produkten in den Regalen steht. Auf diese Weise erhofft sich Tesa-Chef Dieter Steinmeyer in diesem Jahr einen Umsatz von rund 5 Mill. Euro und zugleich die Stärkung der Wachstumsrate im Verbrauchergeschäft auf das Niveau des bei Tesa dominierenden Industriegeschäfts.

Während bei Tesa (Jahresumsatz 805 Mill. Euro) das Industriegeschäft im abgelaufenen Jahr mit 8,9 Prozent zulegte und 78 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, wuchs das Verbrauchergeschäft mit einem Plus von 5,9 Prozent langsamer.

Partner Velcro wurde wegen seiner Qualitätsführerschaft als Partner gewählt, erläutert Steinmeyer gegenüber dem Handelsblatt. Bei der Partnersuche seien eine Reihe asiatischer Hersteller von Klettverschlussystemen auf Grund von Qualitätsmängeln und der Verwendung belastender Stoffe durch das Raster gefallen. Der spanische Konzern Velcro (Umsatz rund 250 Mill. Euro) ist nach Steinmeyers Worten stark in den USA, in Spanien, Italien und Frankreich mit Klettprodukten vertreten.

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