Jahresbilanz-Vorlage womöglich verzögert
Ungewisse GM-Zahlen

Der schwer angeschlagene US-Autokonzern General Motors Corporation (GM) wird womöglich die Jahresbilanz 2006 noch später vorlegen.

HB DETROIT. Die Überprüfung der Ergebnisse sei weitgehend abgeschlossen und man wolle versuchen, den Jahresbericht bis zum Fälligkeitstermin am 1. März bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC einzureichen, teilte der weltgrößte Autokonzern mit. Notfalls werde man aber eine Verlängerung bis zum 16. März beantragen.

GM teilte zudem erneut mit, die Finanzergebnisse von 2002 bis zum dritten Quartal 2006 seien nicht verlässlich. Steuerverpflichtungen seien um rund eine Milliarde Dollar zu hoch angesetzt worden, hierdurch seien die Gewinne um 450 bis 600 Millionen Dollar zu niedrig ausgewiesen worden.

GM hatte die bereits für Januar geplante Veröffentlichung seiner Geschäftsergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2006 unter Verweis auf offene Bilanzierungsfragen und die Verzögerung der Finanzergebnisse der Finanzsparte GMAC verschoben. GM hatte im November vergangenen Jahres eine 51-prozentige GMAC-Beteiligung an eine Investorengruppe verkauft, was 14 Milliarden Dollar bringen wird. Dies hatte zu einer intensiven rückwirkenden Durchleuchtung der GM- und GMAC-Bilanzen geführt.

Im Januar hatte GM lediglich mitgeteilt, dass das Unternehmen auf konsolidierter Basis im Schlussquartal 2006 in den schwarzen Zahlen gewesen sei. Der Gewinn dürfte sich gegenüber dem vierten Quartal 2005 erheblich verbessert haben. GM machte aber keine genauen Angaben über die Höhe des Quartalsgewinns.

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