Industrie

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Jahresprognose erhöht: Toyota will rund sieben Milliarden verdienen

Der weltgrößte Autobauer Toyota hat seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Der japanische Konzern will rund sieben Milliarden Euro an Nettogewinn erwirtschaften. Der Konkurrenzkampf mit VW und GM geht weiter.

Toyotas "Crown Athlete". Der Autobauer will in diesem Jahr noch mehr verdienen. Quelle: Reuters
Toyotas "Crown Athlete". Der Autobauer will in diesem Jahr noch mehr verdienen. Quelle: Reuters

TokioToyota hat nach einem Nettogewinnanstieg im vergangenen Vierteljahr seine Jahresprognose erhöht. Die Konzerngruppe wird nach eigener Einschätzung vom Dienstag im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 unter dem Strich 860 Milliarden Yen (6,9 Milliarden Euro) verdienen. Bislang hatte der Autobauer 780 Milliarden Yen angepeilt. Grund für die Zunahme des Optimismus sind der Rückgang der Landeswährung Yen sowie der starke Absatz in den USA. Weil Toyota weiterhin viele Autos in Japan produziert, kommt dem Konzern ein schwächerer Yen besonders zugute.

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Im dritten Quartal belief sich das Nettoergebnis auf knapp 100 Milliarden Yen. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Plus von fast einem Viertel. Damals machten Toyota jedoch noch die Folgen von Erdbeben und Tsunami zu schaffen. Viele Analysten hatten Toyota für das dritte Quartal deshalb einen deutlicheren Anstieg zugetraut. Operativ verbuchte Toyota einen Gewinnrückgang um knapp 17 Prozent.

So viele Wagen verkauften die Autobauer 2012

  • VW

    Ausgelieferte Fahrzeuge weltweit: 9,07 Millionen (+11,2 Prozent)

    in Deutschland: 1,18 Millionen

    in den USA: 596.100

    in China: 2,81 Millionen

  • GM

    Ausgelieferte Fahrzeuge weltweit: 9,3 Millionen (+2,9 Prozent)

    in Europa: 1,6 Millionen

    in den Nordamerika: 3,0 Millionen

    in China: 2,8 Millionen

  • Toyota

    Ausgelieferte Fahrzeuge weltweit: 9,7 Millionen

Im Rennen um die Spitzenposition als weltgrößter Autobauer zog Toyota im vergangenen Jahr an seinen Dauerrivalen General Motors und Volkswagen vorbei. Mit einem Absatzplus von 23 Prozent fuhr der japanische Konzern von Platz 3 auf Platz 1 vor. Hauptantrieb bei Toyotas Überholmanöver war die Erholung der japanischen Autobranche nach der Tsunami-Katastrophe vom März 2011. Zudem kommt den großen Autobauern während der schrumpfenden Absätze im krisengeschüttelten Europa zugute, dass die Geschäfte in den USA weiter glänzend laufen. Toyota verkaufte weltweit die Rekordzahl von 9,75 Millionen Fahrzeugen - die Opel-Mutter GM kam auf 9,3 Millionen, VW auf 9,1 Millionen. Im neuen Jahr peilt Toyota nach Angaben vom Dienstag den Verkauf von 9,91 Millionen Fahrzeugen an.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

  • Platz 10

    Nissan

    Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 9

    Toyota

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 8

    Daimler

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 7

    BMW Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 6

    Fiat Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 5

    Ford

    Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 4

    General Motors

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 3

    Renault Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 2

    PSA Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 1

    Volkswagen

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Quelle

Toyota-Aktien haben seit Mitte November rund 50 Prozent zugelegt, weil Anleger darauf setzen, dass der Rückgang des Yen den Gewinn ankurbeln wird. Unmittelbar vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen büßten sie jedoch in einem schwachen Marktumfeld 1,2 Prozent ein.

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