Jahresprognose
Fresenius hebt Ausblick an

Fresenius hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr erneut angehoben. Das Konzernergebnis solle nunmehr währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigen, teilte der Gesundheitskonzern mit.
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FrankfurtFlorierende Geschäfte mit Nachahmermedikamenten heben die Stimmung beim Gesundheitskonzern Fresenius. Da Konkurrenten im weltgrößten Gesundheitsmarkt USA mit Lieferengpässen kämpften, konnte Fresenius dort deutlich mehr verkaufen und hob seine Prognose für 2012 deshalb bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an. "Die Entwicklung von Fresenius Kabi ist außerordentlich", sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider bei einer Investorenkonferenz in Bad Homburg.

Er geht im Gesamtjahr nun davon aus, dass das Konzernergebnis währungsbereinigt um 14 bis 16 Prozent steigt, statt wie bislang erwartet um zwölf bis 15 Prozent. Beim Konzernumsatz werde mittlerweile ein währungsbereinigtes Wachstum von 12 bis 14 Prozent angepeilt - bisher hatte der Konzern das obere Ende der Spanne von zehn bis 13 Prozent angestrebt. Effekte aus der geplanten Milliarden-Übernahme von Rhön-Klinikum seien dabei nicht berücksichtigt.

Die im Dax gelistete Fresenius-Aktie drehte nach der Prognoseanhebung ins Plus und notierte 0,8 Prozent höher, während der europäische Branchenindex STOXX Europe 600 Health Care 0,5 Prozent zulegte.

Die Fresenius-Tochter Kabi, die auf intravenös zu verabreichende Generika spezialisiert ist, hat bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Gewinnanstieg des Konzerns beigetragen. Auch in den ersten Monaten 2012 habe sich Kabi in allen Regionen und Produktbereichen besser entwickelt als ursprünglich prognostiziert, erklärte Fresenius. "Insbesondere in den USA liegt das Wachstum deutlich über den Erwartungen. Grund ist eine gestiegene Nachfrage wegen weiter anhaltenden Lieferengpässen für generische Arzneimittel, inklusive Propofol, die auch in das dritte Quartal 2012 hineinreichen dürften."

Beim Narkosemittel Propofol, das in den USA über 50 Millionen Mal pro Jahr verabreicht wird, gibt es seit Jahren immer wieder Lieferengpässe. Die aktuelle Prognoseanhebung von Fresenius sei vor allem auf die Ankündigung von Hospira zurückzuführen, die Lieferung von Propofol nicht wie geplant im Juni, sondern voraussichtlich nicht vor August wiederaufzunehmen, sagte ein Fresenius-Sprecher. In die Schlagzeilen geraten war das Mittel 2009 beim Tod von Michael Jackson, der vermutlich an einer Überdosis von Beruhigungsmitteln und Propofol starb.

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