Jahreszahlen K+S: Düngemittelhersteller fährt „ordentliches Ergebnis“ ein

Jahreszahlen K+S
Düngemittelhersteller fährt „ordentliches Ergebnis“ ein

Mit einem kräftigen Ergebnisanstieg im vierten Quartal hat der Düngemittelhersteller K+S die Analystenerwartungen noch erfüllen können. Der rigide Sparkurs und eine Preiserholung zeigen Wirkung.
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FrankfurtDer scharfe Sparkurs und die Erholung der Düngemittelpreise bringen den Salz- und Düngemittelhersteller K+S wieder auf die Beine. Zwar fielen Umsatz und Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr, allerdings weniger als ursprünglich befürchtet. „K+S hat 2014 ein ordentliches Ergebnis erwirtschaftet“, zog Vorstandschef Norbert Steiner am Donnerstag Bilanz. „Den größten Beitrag leisteten unsere teilweise sehr schmerzhaften Einsparungen.“

Neben dem Anstieg der Kalipreise im zweiten Halbjahr profitierte K+S auch von einem stark verbesserten Ergebnis im Salzgeschäft. Die Anleger versöhnt der Konzern mit einer deutlich höheren Dividende von 90 Cent je Aktie.

2013 hatte K+S die Ausschüttung wegen des Einbruchs am Kalimarkt und Investitionen für die Eröffnung einer neuen Mine auf 25 Cent je Aktie gekürzt. An der Börse kamen die Zahlen gut an: K+S gewannen im Frühhandel bei Lang & Schwarz fast vier Prozent.

Im vergangenen Jahr fiel der operative Gewinn von K+S um gut zwei Prozent auf 641 Millionen Euro. Damit lag das Kasseler Unternehmen am oberen Ende seiner im November erhöhten Ergebnisprognose. Der Aufschwung am Kalimarkt und ein starkes Salzgeschäft gaben K+S vor allem im Schlussquartal Schub.

Von Oktober bis Dezember schnellte der Betriebsgewinn um mehr als 30 Prozent auf 130 Millionen Euro, womit K+S die Analystenerwartungen punktgenau traf. Der Umsatz lag im Gesamtjahr bei 3,82 (2013: 3,95) Milliarden Euro und damit ebenfalls am oberen Ende der Prognosen.

Die Preise für Kali-Düngemittel, mit denen K+S den Löwenanteil seines Gewinns erzielt, sind nach dem Platzen des russisch-weißrussischen Exportbündnisses BPC im Sommer 2013 stark gefallen. Nach dem Einbruch zogen die Preise aber wieder schneller als erwartet an. Diese Erholung hatte sich bereits in der Bilanz des kanadischen Düngemittelriesen Potash widergespiegelt, dessen Ergebnis im vierten Quartal um 77 Prozent auf 407 Millionen Dollar geklettert war.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Vorstand zuversichtlich. Der Umsatz soll moderat über dem Vorjahreswert liegen, das operative Ergebnis dürfte den Vorjahresgewinn deutlich übertreffen. K+S setzt dabei auf höhere Durchschnittpreise in den beiden Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz.

Auch der stärkere Dollar zum Euro komme dem Unternehmen zugute. Einen „beachtlichen Beitrag“ soll zudem das laufende Sparprogramm leisten, das K+S wegen des Markteinbruchs 2013 aufgelegt hatte. Von 2014 bis 2016 soll es dem Konzern zu Einsparungen von 500 Millionen Euro verhelfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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