Jahresziele beibehalten
Nestlé setzt auf das zweite Halbjahr

Hohe Rohstoffpreise und schlechte Wetterbedingungen haben ebenso wie schwierige Geschäftsbedingungen in Westeuropa Spuren im Halbjahresabschluss des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé hinterlassen. Das zweite Halbjahr sollte besser ausfallen, und die Jahresziele sollten nach weiteren Firmenangaben noch erreicht werden können.

HB ZÜRICH. Nestlé erzielte im ersten Halbjahr 2004 bei einem Umsatz von rund 42,45 Mrd. sfr einen Reingewinn von 2,838 Mrd. sfr und blieb damit unter den Erwartungen der Analysten. Das organische Wachstum belief sich auf 4,6 % und das interne Realwachstum (RIG) erreichte 2,8, wie der Konzern am Mittwoch weiter mitteilte. Der Betriebsgewinn EBITA stellte sich auf 5,122 Mrd. sfr nach 5,045 Mrd. sfr im Vorjahr. Die Marge sank damit auf 12,1 von 12,2 %.

In der gleichen Periode des Vorjahres hatte Nestlé bei einem Umsatz von 41,44 Mrd. sfr einen Gewinn von 2,78 Mrd. sfr erzielt. Einige Kennzahlen fielen auch schlechter aus als im ersten Quartal 2004. Allerdings hatten auch Konkurrenten wie Danone und Unilever für das zweite Quartal auch eher unter den Erwartungen liegende Zahlen vorgelegt.

Für das ganze Jahr erklärte Nestlé, es sei eine Beschleunigung des internen Realwachstums im zweiten Halbjahr zu erwarten. Für das ganze Jahr sollte ein organisches Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent erreicht werden können. Das Effizienzprogramm sei auf gutem Weg.

Analysten hatten für das erste Halbjahr im Durchschnitt einen Gewinn von 2,95 Mrd. sfr und einen Umsatz von 42,76 Mrd. sfr erwartet. Das organische Wachstum war mit 5,0 % und das so genannte interne Realwachstum mit 3,5 % veranschlagt worden.

Im ersten Quartal 2004 kam Nestlé auf einem Umsatz von 20,41 Mrd. sfr, was einem organischen Wachstum von 5,1 % und einem internen Realwachstum von 3,4 % entsprach. In einer ersten Reaktion erklärte ein Aktienhändler, der Abschluss stelle eine „herbe Enttäuschung“ dar. Im Frühjahr habe Nestlé mehr versprochen, vor allem eine Verbesserung beim RIG, hiess es weiter. Die Nestlé-Aktie stehe vorbörslich unter Druck, sagte der Händler weiter.

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