Jahresziele bekräftigt - Dollar könnte belasten
BMW meldet deutliches Absatzplus

Trotz hoher Rohstoffpreise will der Münchener Autokonzern an das Rekordjahr 2004 anknüpfen. Im Monat Juni und im ersten Halbjahr konnte BMW den Absatz seiner Fahrzeuge international deutlich steigern.

HB MÜNCHEN. BMW-Vorstandschef Helmut Panke sagte am Dienstagabend in München, er gehe weiter von einem Gewinn in etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus. „Wir stehen zu dem, wir gehen nicht zurück.“ 2004 hatte der Münchener Konzern den Gewinn vor Steuern auf den Rekordwert von 3,55 Mrd. € gesteigert. Mit der Einführung der volumenträchtigen 3er-Reihe, die nun auf allen Märkten verfügbar ist, zeigte sich Panke zufrieden. „Wir sehen die positiven Rückmeldungen“, sagte er. Im Herbst wird die Baureihe mit dem „Touring“ komplettiert.

Im Juni steigerte BMW den Autoabsatz um knapp zwölf Prozent, für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein Plus von etwa neun Prozent. Panke sagte, BMW bleibe bei seiner Erwartung, dass der Absatz 2005 im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen werde. An der Börse legte die BMW-Aktie zeitweise um knapp zwei Prozent auf 39,32 € zu.

Der mittlerweile auf unter 1,20 Dollar gesunkene Euro-Kurs komme BMW sicher zu Gute, sagte Panke. Ob er den Gewinn sogar beflügeln könnte, ließ er jedoch offen. Panke wies darauf hin, dass BMW wesentliche Teile des Geschäfts gegen einen schwächeren Dollar-Kurs abgesichert habe, so dass höhere Kurse sich nicht in gleichem Maße im Gewinn niederschlügen. „Es wird sicher stützend sein“, sagte Panke nur.

Gleichzeitig belasteten die hohen Rohstoffkosten wie etwa die Stahlpreise. Auch hier gebe es aber Bewegung, da China vom Importeur dank einer höheren eigenen Produktion allmählich zum Stahlexporteur werde, sagte Panke. „Das ist noch nicht in den Preisen zu erkennen, aber es bewegt sich was.“

Analysten rechnen mit erheblichen Auswirkungen des Dollar auf den Gewinn von BMW. Der Münchener Konzern habe den fairen Wert für den Euro stets auf 1,15 Dollar geschätzt und daher weniger umfangreich Währungssicherung betrieben. Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler sagte, allein der Dollar-Kurs dürfte BMW im zweiten Quartal 2005 ein um 100 Mill. € höheres Ergebnis gebracht haben als im Auftaktquartal. In den ersten drei Monaten hatte BMW vor Steuern 812 Mill. € verdient.

Die Analysten der HVB (Hypo-Vereinsbank) schätzen, dass BMW für 2006 nur zehn Prozent des dollarbezogenen Umsatzes von bis zu sechs Mrd. € abgesichert hat. Dies werde bei einem niedrigeren Euro-Kurs zu einem erheblichen Vorteil. Schwankungen der Währung um einen Cent hätten einen Ergebniseffekt von 30 bis 35 Mill. €. Dazu komme noch die begünstigende Wirkung des stärkeren Dollar für den Export.

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