Jahresziele erhöht
Teva verbucht Rekordumsatz

Dank starker Nachfrage nach seinen Nachahmermedikamenten und dem Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone hat der weltgrößte Generikahersteller Teva im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben.

HB TEL AVIV. Netto wies das israelische Unternehmen am Mittwoch einen Gewinn von 342 Mill. Dollar nach einem Verlust von einer Milliarde Dollar vor Jahresfrist aus und übertraf damit die Markterwartungen. Für das Gesamtjahr schraubte Teva seine Prognosen deutlich nach oben. Hier rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn je Aktie von 2,20 bis 2,30 Dollar, nachdem es bislang 2,07 bis 2,19 Dollar in Aussicht gestellt hatte.

Im Vorjahreszeitraum hatte Teva belastet von der Übernahme des US-Rivalen Ivax noch unter hohen Abschreibungen im Volumen von 1,3 Mrd. Dollar gelitten. Der 7,4 Mrd. Dollar teure Zukauf, mit dem das Unternehmen zur Nummer eins in der Generikabranche aufgestiegen war, zahlt sich inzwischen aber aus. So stieg der Umsatz im ersten Quartal um 24 Prozent auf rund 2,1 Mrd. Dollar. Im Gesamtjahr soll er sich auf mehr als neun Mrd. Dollar erhöhen. „Teva ist großartig in das laufende Jahr gestartet“, urteilte Vorstandschef Schlomo Janai. Die Nachfrage nach Tevas Generika sei in allen Regionen hoch gewesen und mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone habe Teva dank eines Wachstums von 22 Prozent auf mehr als 400 Mill. Dollar einen Rekordumsatz erzielt.

Teva gehört nach Informationen aus mit der Situation vertrauten Kreisen zu den verbliebenen vier Bietern für die Generikasparte von Merck. Teva-Chef Janai wollte sich dazu allerdings nicht äußern. Den Kreisen zufolge haben neben Teva die isländische Actavis Group, Mylan Laboratories sowie die Beteiligungsgesellschaften Bain Capital und Apax Partners Gebote eingereicht. Merck hatte zu Jahresbeginn angekündigt, den Verkauf seines Geschäfts mit Nachahmermedikamenten zu prüfen, dessen Wert Analysten auf mehr als vier Mrd. Euro schätzen.

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