James Liang
VW-Kronzeuge will in deutsches Gefängnis

Der in den USA wegen der Diesel-Affäre verurteilte VW-Ingenieur James Robert Liang will in ein deutsches Gefängnis überstellt werden. Ihm drohen in den USA zusätzlich zu seiner Haftstrafe konsularische Probleme.
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Der deutsche VW-Ingenieur James Robert Liang, der in den USA zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt wurde, will nach Deutschland überstellt werden. „Herr Liang möchte schnellstmöglich nach Deutschland. Wir prüfen, ob Herr Liang einen Teil der Strafe in Deutschland absitzen könnte“, sagte sein Frankfurter Strafverteidiger Gero von Pelchrzim gegenüber der Wirtschaftswoche. Hintergrund der Bemühungen sind die schlechten Haftbedingungen für Liang in den USA.

Da Liang kein amerikanischer Staatsbürger ist, stehen ihm die speziellen Gefängnisse für Wirtschaftsstraftäter nicht offen. Von Pelchrzim befürchtet, dass Liang im Bundesgefängnis die Haftstrafe „mit Gewaltkriminellen und Schwerverbrechern verbüßen muss“.

Zudem befürchtet der Anwalt eine noch längere Haft, weil Liang keine Aufenthaltserlaubnis mehr hat: „Wenn Herr Liang nicht am letzten Tag seiner Haftstrafe nach Deutschland überstellt wird, könnte er auch nach seiner Strafe noch für unbestimmte Zeit in US-Haft bleiben.“ Liang soll die Betrugssoftware für Dieselmotoren in den USA mitentwickelt haben. Ob er das Urteil annimmt, ließ sein Anwalt offen.

Das Interview mit Liangs Verteidiger Gero von Pelchrzim lesen Sie bei der Wirtschaftswoche.

Andreas Macho
Andreas Macho
Redakteur / WirtschaftsWoche

Kommentare zu " James Liang: VW-Kronzeuge will in deutsches Gefängnis"

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  • Nein, warum soll jetzt auch noch Deutschland dafür zahlen. Ich denke der Amerikanisch Vollzug wird Ihm eine Lehre sein.

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