James McCaslin

Harley-Davidson-Chef: ‚‚Eigenes Kunstwerk‘‘

Harley-Davidson-Vorstand James McCaslin über Fahrgefühl und moderne Technik.
  • Die Fragen stellte Angela Hennersdorf
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Mr McCaslin, Sie haben bei sich zu Hause in der Garage eine Heritage Softail Classic stehen. Seit wann fahren Sie Motorrad?

Ich fahre Motorrad, seitdem ich bei Harley-Davidson arbeite, also seit 14 Jahren.

Das heißt, Sie wurden von Harley-Davidson eingestellt, ohne dass Sie Motorrad fahren konnten?

Das war offensichtlich kein Hinderungsgrund. Meine Frau, die mich damals zu den Gesprächen am Firmensitz in Milwaukee begleitete, fragte bei einem der Manager nach, ob ich Motorradfahren lernen müsste. Nein, nein, hieß es, das müsse ich nicht. Da war meine Frau beruhigt...

...offenbar ein Trugschluss.

Sobald ich meinen Job angetreten hatte, fragten mich meine Kollegen täglich, wann ich meinen Motorradführerschein machen würde und wann ich mir eine Harley kaufen würde. Nach drei Monaten hatten sie mich weichgeklopft.

Warum haben Sie so lange gezögert?

Viele Motorradfahrer in den USA starten in ihrer Jugend mit Motocross. Ich hatte mir auch einmal eine Geländemaschine ausgeliehen, diese aber gleich bei der ersten Fahrt vor einen Baum gesetzt. Da war mir klar: Das ist kein Sport für mich. Aber Harley-Davidson fahren ist ja etwas ganz anderes.

Und das beruhigt Ihre Frau, die sich offenbar Sorgen um Sie machte?

Ja, natürlich. Eine Harley-Davidson steht nicht so sehr für die Spritztour nach Feierabend, sondern für das Gefühl einer Tour über Land. Du steigst abends vom Bike, übernachtest irgendwo draußen in der Natur, und am nächsten Morgen kletterst du wieder in den Sattel. Das ist einfach cool.

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