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Japan: Grüner Neubeginn nach dem Atom-Desaster

Das große Erdbeben und die Atom-Katastrophe haben in Japan den Wunsch nach stromsparenden und sauberen Städte verstärkt. Das könnte sich rasch zu einem Milliardengeschäft für Konzerne wie Toshiba entwickeln.

huGO-BildID: 21312921 epa02639836 Eerie darkness prevails over otherwise bustling Ginza shopping district in the heart of Tokyo as bright lights and neon signs are turned off and streets are deserted in the evening of 17 March 2011. Japan's largest electric utility company began the first-ever rolling blackout March 14 to help prevent an unexpected large-scale power outage after a powerful earthquake shut two nuclear plants indefinitely on March 11. The blackout, however, could sharply curtail Japan's economic growth and disrupt global commerce. EPA/AFLO/Yusuke Nakanishi JAPAN OUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
huGO-BildID: 21312921 epa02639836 Eerie darkness prevails over otherwise bustling Ginza shopping district in the heart of Tokyo as bright lights and neon signs are turned off and streets are deserted in the evening of 17 March 2011. Japan's largest electric utility company began the first-ever rolling blackout March 14 to help prevent an unexpected large-scale power outage after a powerful earthquake shut two nuclear plants indefinitely on March 11. The blackout, however, could sharply curtail Japan's economic growth and disrupt global commerce. EPA/AFLO/Yusuke Nakanishi JAPAN OUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

TokioDer Traum von einer intelligenten, stromsparenden, sauberen Stadt könnte in Japan schneller Wirklichkeit werden als gedacht. Der Grund: Mit der Natur- und Atomkatastrophe hat sich auf der Insel die Bereitschaft erhöht, neue Wohnkonzepte anzugehen.

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„Das große Erdbeben hat den Blick der Menschen auf ihre Lebens- und Wohnsituation geändert“, sagt Isami Wada, Chairman von Sekisui, einem der größten Hausbauer in Japan. Der nukleare Super-GAU hat der Bevölkerung nicht nur die Gefahren der Kernkraft vor Augen geführt, sondern auch ihre große Abhängigkeit von dieser Energiequelle.

Haruyuki Ishio, der bei Panasonic das Geschäft mit modernen, energieeffizienten Geräten rund um Haushalt und Eigenheim leitet, dürfte sich auch über die Entwicklung freuen. Aber er will nicht als Krisenprofiteur dastehen, deshalb formuliert er vorsichtig. „Wir erwarten, dass die Nachfrage nach erneuerbaren Energien zunehmen wird.“

Das Zauberwort, das Leute wie Ishio im Mund führen, heißt „Smart City“ und meint eine Stadt, in der nur wenig Energie verbraucht wird, in der der CO2-Ausstoß reduziert ist und in der jedes Haus in der gesamten Stadt so vernetzt ist, dass jeglicher Energieeinsatz optimal gesteuert werden kann.

Geht es nach Panasonic, soll in Fujisawa die erste Siedlung dieser Art in Japan entstehen – mit 1000 Ökohäusern auf einem ehemaligen firmeneigenen Fabrikgelände mit 200000 Quadratmetern. Laut Panasonic liegen die Kosten bei 60 Milliarden Yen. „Wir planen, diese Stadt 2013 zu eröffnen“, sagt Ishio.

Andere Konzerne sind dabei, von Accenture über Sumitomo Trust bis zu Tokyo Gas. Der Erfolgsdruck ist groß, denn die Konkurrenz macht Druck. Toshiba hat vor wenigen Tagen ein ähnliches Projekt angekündigt. Nicht ohne Grund hat das Unternehmen kürzlich mit dem Schweizer Konzern Landis+Gyr einen Hersteller von modernen Messgeräten gekauft, der „smarte“ Steuerungstechnik baut.

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