„Japaner lieben Luxus“
Swatch eilt von Rekord zu Rekord

Der Uhrenhersteller Swatch kann seinen Umsatz weiter kräftig steigern. Die Schweizer haben mit der Eröffnung eines neuen außergewöhnlichen Hauptsitzes in Tokio zudem ihre Präsenz in Japan ausgebaut.

HB TOKIO. „Wir machen genauso weiter wie im abgelaufenen Jahr, als wir zweistellig wuchsen. Die ersten Monate zeigen exakt den selben Trend“, sagte Konzernchef Nick Hayek Junior am Mittwoch in Tokio vor Journalisten.

Im vergangenen Jahr hatte Swatch seinen Umsatz um rund zwölf Prozent auf den Rekordwert von 5,05 Mrd. Franken gesteigert. Mit 830 Mill. Franken fiel auch ein Rekordgewinn ab. Der Swatch-Konzern, der für seine bunten Plastikuhren bekannt ist, hat in den letzten Jahren vor allem im Hochpreissegment investiert und sonnt sich nun im Glanz von Marken wie Omega, Breguet, Longines and Tissot. Diese Marken sind vor allem auch bei den neuen Reichen in Fernost beliebt. Ein Drittel des Umsatzes und mehr als die Hälfte des Betriebsgewinns kommen inzwischen von den teuren Uhren.

Im neuen Nicolas G. Hayek Center auf Japans berühmtester Luxus-Einkaufsmeile Ginza sind künftig zudem sieben der prestigeträchtigsten Marken der Unternehmensgruppe, darunter Breguet, Glashütte Original, Omega und Swatch auf jeweils einer Etage untergebracht. Die Kunden werden mit Aufzügen, die wie eine Boutique gestaltet sind, in die Ausstellungsräume der einzelnen Marken gebracht. Die Swatch Group beauftragte für den Bau den japanischen Architekten Shigeru Ban.

Nick Hayek, Präsident der Konzernleitung der Swatch Group, kündigte bei der Eröffnung des neuen Hauptsitzes in Tokio weitere Geschäftseröffnungen in Japan an. Allein die Marke Omega habe ein Potenzial von zehn Geschäften pro Jahr über die nächsten drei Jahre, sagte Hayek. Für die Marke Swatch sieht er allein in Tokio ein Potenzial von 50 Geschäften, derzeit sind es fünf. „Die Japaner lieben den Luxus“, sagte Hayek. Der weltweit führende Uhrenkonzern kaufte das Grundstück auf der Ginza 2004 für 130 Mill. Schweizer Franken (78,5 Mio Euro), wobei der Wert seither rasant gestiegen ist. Das 14-stöckige Gebäude kostete 170 Mill. Franken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%